Das Motto: „Alles kann - Kölsch muss”

Von: Tobias Röber
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Et jitt Kasalla: Die Band um den Hürtgenwalder Florian Peil (2.v.l.) mit Ena Schwiers, Nils Plum, Bastian Campmann und Sebi Wagner (von links) präsentiert kölsche Tön, für die fünfte Jahreszeit, aber auch für die restlichen Monate. Foto: Röber

Düren/Köln. Ein Totenkopf als Logo, fünf Männer auf der Bühne, harte Gitarrenriffs und ein griffiger Bandname. Auf den ersten Blick scheint das eher nicht mit Karneval zusammen zu passen. Passt aber doch. Der Totenkopf hat nämlich eine Narrenkappe und eine rote Nase an, unter die Gitarrenriffs mischen sich Ziehharmonika und Keyboard, und die fünf Männer stimmen durchweg kölsche Tön an.

Kasalla heißt die Band, die frischen Wind in die Karnevalsszene bringen möchte. Mittendrin ist Florian Peil aus Hürtgenwald-Straß. Der Frontmann der Gruppe Peilomat hat das Projekt ins Leben gerufen.

Ein wenig Wehmut schwingt in Florian Peils Stimme schon mit, wenn er über Peilomat spricht. Acht Jahre haben er und seine Bandkollegen investiert. Sie waren auf Tour, haben Videos gedreht, sie haben dem ersten Album „Gross-stadtkinder” Anfang 2011 „Icherzähler” folgen lassen - und sie waren richtig guten Mutes vor der Veröffentlichung. „Aber irgendwie hat es nicht so richtig gezündet”, sagt Peil.

Und genau da kommt Kasalla ins Spiel. Florian Peil hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur auf Peilomat konzentriert, sondern auch für andere Künstler Lieder geschrieben. Etwa für Paveier „Düxer Strandclub” und „Hey hey, bliev noch e besje met dobei”. „Dat et se jitt” aus dem Album „ruut un wiess” der Bläck Föös stammt ebenso aus seiner Feder wie „Ich bin alleine hier” von Colör und „Bütze es jesund” der Wanderer.

Für den Kölner Jugendchor hat er „Jet janz besonderes” und „Endlich wieder Karneval” und „Sing met uns” geschrieben, und auch für Roger Cicero war er tätig. „In diesem Moment” ist ein Produkt von Florian Peil.

Als Florian Peil vor einigen Jahren Antonius „Bömmel” Lückerath von den Bläck Föös neue Songs vorspielte, meinte der arrivierte Musiker nur, warum Peil diese nicht selbst spiele. Damals steckte jedoch einfach zu viel Energie in Peilomat, und Peil sah sich als Hürtgenwalder auch noch nicht auf den Kölner Karnevalsbühnen, sagt er rückblickend.

Bei einem Konzert lernte Florian Peil dann Bastian Campmann kennen, den Sohn des 2007 verstorbenen Räuber-Gitarristen Nobby Campmann. Die lose Idee, „mal was auf Kölsch zu machen”, war dann irgendwann geboren. Anfang 2011 begannen die beiden intensiv Songs zu schreiben. Elf Stücke - wie könnte es im Kölner Karneval anders sein - gibt es bereits.

Zum Beispiel „Köllefornia”, bei dem das ernste Thema Klimaerwärmung witzig verpackt ist. Oder „Nit von Kölle”, das davon handelt, was gewesen wäre, wenn John Lennon in Köln geboren worden wäre.

Neben Gitarrist Florian Peil und Sänger Bastian Campmann gehören noch Bassist Sebi Wagner, Ena Schwiers (Keyboard, Ziehharmonika) und Schlagzeuger Nils Plum zu Kasalla. Sebi Wagner ist ebenfalls Teil von Peilomat, ebenso viele Techniker, die die Band unterstützen.

Für die anstehenden Auftritte probt das Quintett derzeit in Düren in der Endart. Florian Peil hat den Kontakt hergestellt, das End-art-Team hatte nichts einzuwenden. „Die Karnevalsszene ist zwar regional, aber doch sehr groß. Wir wollen frischen Wind reinbringen”, haben sich Peil und die Bandkollegen vorgenommen. Das Motto dabei lautet: „Alles kann - Kölsch muss”.

Von rockigen Songs und ruhigen Balladen über Partykracher bis zu südamerikanischen Rhythmen gibt es ein großes Repertoire. „Die kölsche Sprache ist der rote Faden. Musikalisch ist von traditioneller Blasmusik bis Lady Gaga oder Rammstein op Kölsch eigentlich alles möglich. Wir toben uns da ziemlich aus”, erklärt Peil mit einem Grinsen.

Mit Peilomat soll dennoch nicht Schluss sein. Ob und wann es weitergeht, steht derzeit jedoch noch in den Sternen. Zu bereits geplanten Liveauftritten tritt Peilomat selbstverständlich an, wie Florian Peil betont. So ist Peilomat am 12. November bei der Burgauer Rocknacht zu sehen.

Für Kasalla wird es auch in Kürze „ernst”. Erste Anfragen für Auftritte liegen vor, fest ist jedoch nichts. Das erste Album soll Anfang 2012 erscheinen. Die Band um Florian Peil ist - passend zum Motto - offen für vieles. Über Auftritte im Raum Düren würde sich Florian Peil nach eigener Aussage sehr freuen.
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