Das Interesse am Dürener Dialekt ist ungebrochen

Von: kel
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Großen Anteil am Erfolg des Abends hatten die Vortragenden Rolf Tekatz Franz-Josef Heinen (sitzend von links), Hubert Paulus, Josef Windhagen, Josefine Abel und Ursula Fücker (stehend von links). Foto: Axel Keldenich

Düren. Von der Legende über den Weg des Annahauptes nach Düren bis zu den Erlebnissen eines „bedrövten Wittmanns“, beim „Abend für das Dürener Platt“ waren zweieinhalb Stunden lang Geschichten und Anekdoten auf Mundart zu hören.

Das Thema hatte mächtig Resonanz gefunden, und so war der Vortragsraum im Stadtmuseum an der Arnoldsweilerstraße proppenvoll.

Die Initiatoren um Rolf Terkatz und Bernd Hahne fanden volle Unterstützung in ihrem Bestreben, dieses Erbe gerade auch für die nachkommenden Generationen zu pflegen und lebendig zu erhalten.

Es gehöre zum kulturellen Erbe der Stadt wie das Leopold-Hoesch-Museum und die Erinnerungen an die untergegangene Altstadt, hatten sie vorab gesagt und sich mit „Jedichte, Leedcher on Verzällcher“ der altbekannten, aber auch neuzeitlicher Mundart-Dichter dieser unterhaltsamen Aufgabe gestellt.

Von van der Giese bis Schregel, von Heinrichs und Gottschalk bis Schmitz reicht das breite Spektrum der Autoren, die sich auf Platt mit der Stadt Düren, dem Alltag ihrer Menschen, ihren Sorgen und natürlich auch Freuden in besinnlichen und heiteren Versen beschäftigt haben.

Ein gutes Händchen

Auch bei der Auswahl der Vortragenden hatte das Stadtmuseums-Team ein gutes Händchen. Hubert Paulus, Josef Windhagen, Ursula Fücker, Josefine Abel und natürlich der Vorsitzende des Vereins Dürener Platt, Franz-Josef Heinen, verdienten sich immer wieder Applaus.

Da ging es um den damals noch viel bestaunten „Jeldautomat“, „Ne montere Jong van Düre“, „Ons Stadthall“, „Dä neue Hoot“ oder „der hillije Mann“. Ständig von Lachsalven unterbrochen war die Geschichte „Et es lang her“, in der es um den Badetag ging, an dem erst die Kinder in die Zinkwanne stiegen, dann die Eltern, gefolgt von Oma und Opa, bevor am Ende mit dem Wasser noch die Küche geputzt wurde.

Die Glanznummern

Dass das Platt auch in jüngerer Zeit noch gern gesprochen und gehört wird, bewiesen Bernd Hahne mit zwei seiner Glanznummern aus den Skunk-Sitzungen seit 2002 und Emma Epping und Herbert Franken, die Episoden aus den Geschichten um „Oma Jertrud“ von Dieter H. Schmitz vortrugen.

Illustriert wurden die Vorträge durch Bilder und Zeichnungen bekannter Dürener Zeichner und für die passende Musik sorgte die Heimatband der Region schlechthin, die „Schweess Fööss“.

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