Das Haus am Meer oder die kleine Kapelle: „Was bedeutet Heimat?“

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Vernissage „Zufluchtsorte, Ruhe, Heimat“ der Gruppe KUNSTx7 in der Stadtbücherei Düren: (v.l.) Rosita Scherf, Karin Soot-Böhmer, Hilde Bürgers, Michèle Delaunay, Carmen Heller-Macherey (stellv. Bürgermeisterin der Stadt Düren) und Helmut Krebs (Leiter Stadt- und Kreisarchiv).

Düren. Was bedeutet Heimat? Für die Künstlerinnen der Gruppe KUNSTx7 ist das ein erträumtes Haus am Meer oder die Zuflucht in einer kleinen Kapelle. Die Heimat kann aber auch verloren gehen und Familien zerreißen. Die individuellen Vorstellungen der Malerinnen kommen in den Werken zum Ausdruck, die jetzt in der Ausstellung „Zufluchtsorte, Ruhe, Heimat“ in der Stadtbücherei Düren gezeigt werden.

Eröffnet wurde sie von der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Düren, Carmen Heller-Macherey (Bündnis 90/Die Grünen), im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Heimat. Sehnsucht. Identität“ von Düren Kultur.

Zweites Mal zu Gast

Auf Einladung der Stadtbüchereileiterin Alexandra Oidtmann ist die Künstlerinnengruppe nach 2014 bereits zum zweiten Mal zu Gast in Düren. Helmut Krebs, der Leiter des Stadt- und Kreisarchivs, begrüßte vier von ihnen in Vertretung von Alexandra Oidtmann und befragte sie zu Hintergrund und Motivation für ihre Gemälde. Rosita Scherfs Bilder vom Meer und einem am Strand gelegenen roten Haus sind für sie Ausdruck einer erträumten Heimat. Für Hilde Bürgers bedeutet Heimat die Möglichkeit zu Rückzug und Ruhe, symbolisiert in ihrem Bild vom Birgelener Pützchen, einer Marienwallfahrtskapelle im Kreis Heinsberg.

Die Französin Michèle Delaunay steuerte als Symbol ihrer zweiten Heimat Deutschland ihr Bild vom Brandenburger Tor bei, das sie 24 Jahre nach dem Mauerfall malte. Karin Soot-Böhmer thematisiert in einem ihrer Bilder die Heimatlosigkeit und Zerrissenheit zweier geflüchteter Frauen, die Schutz suchen und in ihrer neuen Heimat mit einer völlig anderen Kultur konfrontiert sind.

Seit 16 Jahren betreiben Michèle Delaunay, Rosita Scherf, Hilde Bürgers, Barbara Wolf, Marion Groob und Karin Soot-Böhmer ein gemeinschaftliches Atelier mit Ausstellungsraum in Gerderath-Fronderath. Mit Ausstellungen in Aachen, Düsseldorf, Frankreich und einer Skulpturen-Ausstellung in Dachau wurden sie auch überregional bekannt.

Die Ausstellung „Zufluchtsorte, Ruhe, Heimat“ ist bis zum 29. Juli in der Stadtbücherei Düren zu sehen und kann während der Öffnungszeiten besucht werden.

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