Düren - Das Gedächtnis ist umgezogen

Das Gedächtnis ist umgezogen

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Begrüßt die Besucher ab sofort im Haus der Stadt: Archivleiter Helmut Krebs. Foto: Abels

Düren. Der Schlüssel zur lokalen und regionalen Geschichte liegt ab sofort im Haus der Stadt. Der 200.000 Euro teure Umzug des Stadt- und Kreisarchivs ist abgeschlossen.

1,5 Kilometer Akten und nicht weniger als 20.000 Bücher insbesondere der historisch-wissenschaftlichen Spezialbibiliothek zur Geschichte des Düren-Jülicher Landes können ab sofort im Obergeschoss der Stadtbibliothek eingesehen werden. Der neue Lesesaal bietet neben der Freihandbibliothek auch 20 Arbeitsplätze zur Quellenforschung und Recherche - montags bis freitags von 8 bis 12 , dienstags und donnerstags zusätzlich von 14 bis 17 Uhr.

Dass die Gründe des in den vergangenen beiden Jahren heftig umstrittenen Umzugs des „Gedächtnisses” von Stadt und Kreis aus dem Erdgeschoss des Dürener Rathauses in die bislang von der Bücherei genutzten Räume wirtschaftlicher Natur waren, wollte Bürgermeister Paul Larue bei der Eröffnung nicht verhehlen, aber er sieht neben den erhofften Synergien auch Chancen. „Die Belastungen für Personal und Nutzer durch die Nähe der bisherigen Archivräume zum häufig mit Veranstaltungen belegten Kaiserplatz waren schon enorm”, betonte Larue, „vor allem, für alle, die in Ruhe arbeiten wollten”.

Rund 2000 Nutzer jährlich

Rund 2000 Nutzer finden nach Angaben des Leiters Helmut Krebs jährlich den Weg ins Stadt- und Kreisarchiv, das weit mehr als nur eine Pflichtaufgabe der öffentlichen Hand sei, wie Landrat Wolfgang Spelthahn betonte. Das Archiv seit identitätsstiftend für den ganzen Kreis und biete die einmalige Chance, das Bewusstsein für historische Zusammenhänge lebendig zu halten. Und das, betonte Larue, sei besonders in einer Stadt wie Düren, die in ihrer Geschichte dreimal fast zerstört wurde ungeheuer wichtig.

Im Stadt- und Kreisarchiv befinden sich Urkunden, Akten, Sammlungen und Literatur zur Geschichte vom 13. Jahrhundert bis heute. Daneben Zeitungsbände - und - für Ahnenforscher besonders interessant - Kirchenbücher aus fast allen Orten des Kreises aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
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