Das Fällen geht für die Grünen zu leicht von der Hand

Von: Stephan Johnen
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Das Luftbild zeigt Bäume, die bereits gefällt wurden: Verena Schloemer und Bruno Voß fordern eine neue Baumschutzsatzung. Foto: Johnen

Düren. Im Dschungel der Zuständigkeiten falle das Thema Baumschutz hinten runter: Zu oft würden erhaltenswerte Bäume gefällt, finden die Dürener Grünen. „Wir brauchen eine neue Baumschutzsatzung“, fordern daher Verena Schloemer und Bruno Voß. „Wir müssen hin zu mehr Schutz, und ohne gute Gründe sollte keine Fällung mehr genehmigt werden“, fügt die Fraktionsvorsitzende hinzu.

Sicher, es gebe bereits eine Baumschutzsatzung. Ab 70 Zentimeter Umfang auf einem Meter Stammhöhe darf kein Baum ohne Genehmigung gefällt werden. Doch es sei zu leicht, eine Genehmigung zu bekommen, finden die Grünen. Unter anderem, weil diese an mehreren Stellen beantragt werden kann. Sie fordern, dass es nur eine Anlaufstelle für Bürger gibt: den Stadtförster.

„In der Vergangenheit gab es mit dem Grünflächenamt der Stadt eine zentrale Bearbeitungsstelle“, erklärt Beate Steiger-Nohr vom Dürener Service Betrieb (DSB). Seit dem Jahr 2000 ist die Aufgabe geteilt: Das städtische Tiefbauamt erteilt die Genehmigung zum Fällen im Rahmen von Baumaßnahmen, der DSB ist für die privaten Flächen zuständig.

Ihre Aufgabe sei es bereits, Bäume zu schützen, erklärt Beate Steiger- Nohr. Aber es gibt auch Fälle, in denen es notwendig ist, die Säge anzusetzen: Wenn die Sicherheit von Menschen gefährdet ist beispielsweise. Oder aber, wenn eine Kiefer und ein Ahorn einem Nussbaum den Platz nehmen. „Dann gilt es, vor Ort abzuwägen, was am Sinnvollsten ist“, sagt sie. Diese Abwägung habe es beispielsweise „In der Mühlenau“ gegeben. Die Grünen hatten diese Stelle am Mittwoch als Beispiel für eine genehmigte, aber für sie nicht nachvollziehbare Fällung genannt.

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