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Das Ende eines dauerhaften Provisoriums in Nideggen

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
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Nideggen. Bis 2011 war es an der Kreuzung der Landesstraße 11 mit der Jülicher Straße und an der danebenliegenden kleineren Kreuzung der L 11 mit der Rather Straße immer wieder zu Unfällen gekommen, mehrere Menschen erlitten sogar schwere Verletzungen. Die Unfallkommission der Polizei schaute sich die Situation damals an und erkannte schnell: Dort muss etwas passieren.

Zwei Kreisverkehre kristallisierten sich als die favorisierte Lösung heraus, Ampeln hätten aufgrund der komplexen Situation nach Einschätzung der Fachleute zu problematischem Rückstau geführt. Eigentlich hätten die Bauarbeiten für die Kreisverkehre schon 2012 beginnen sollen.

Bischofsmützen

Bisher wurde die Verkehrssituation an den Straßen, die täglich von mehr als 10.000 Autos befahren werden, allerdings von einem Provisorium geprägt: Mit Baken war die Linksabbiegerspur für die aus Vettweiß kommenden Autos gesperrt. „Außerdem wurde das Tempolimit für die aus Abenden kommenden Autos auf 30 Stundenkilometer verringert und die Abbiegespur mit flexiblen Warnbaken, den sogenannten Bischofsmützen, abgetrennt“, erklärt Polizeisprecher Ralf Meurer das Maßnahmenpaket, das seinerzeit geschnürt wurde.

Der Plan ist aufgegangen: „Die Verkehrssituation konnte deutlich entschärft werden. Waren die Kreuzungen bis 2011 ein Unfallbrennpunkt, so hat es nach der Umsetzung dieser Maßnahmen nur noch einen Unfall mit einer verletzten Person gegeben“, erklärt Meurer. Dieser Unfall ereignete sich vorgestern Nachmittag. Eine 81 Jahre alte Frau aus Kreuzau hatte die Vorfahrt missachtet und war mit einem 46-jährigen Nideggener kollidiert, der sich bei dem Unfall verletzte.

Weil Provisorien – auch solche, die schon lange bestehen, – trotzdem keine Dauer-, sondern Übergangslösungen sind, hat der Landesbetrieb Straßen NRW vor einigen Wochen mit dem Bau der Kreisverkehre begonnen. „Ich bin froh, dass dort endlich etwas passiert. Das Thema ist ja schon über 20 Jahre alt“, sagt Bürgermeisterin Margit Göckemeyer. Seit 2011 seien die Planungen konkret, die Prioritäten gesetzt. Für die Verzögerung habe unter anderem die erforderliche Änderung der Prioritätenliste seitens des Regionalrates sowie die „lange haushaltslose Zeit“ in der Landespolitik gesorgt.

Zebrastreifen für mehr Sicherheit

Wichtig ist der Bürgermeisterin, dass die Schulkinder die Straße nun an Zebrareifen sicher überqueren können, und dass die Situation an den Kreuzungen übersichtlicher wird. „Wenn ich täglich mit dem Rad dort vorbeikomme, sehe ich häufig die orientierungssuchenden Gesichter der Autofahrer“, beschreibt Göckemeyer.

Weil das Winterwetter weiterhin auf sich warten lässt, liegen die Arbeiten gut in der Zeit, wie Arnd Meyer von Straßen NRW gegenüber unserer Zeitung sagte. Der kleinere der beiden Kreisverkehre an der Kreuzung der Rather Straße mit der L 11 ist bereits gut zu erkennen. Er wird so gestaltet, dass große Laster ihn überfahren können, da sie sonst nicht ausreichend Raum haben.

Im Februar soll mit den Bauarbeiten für den größeren Kreisverkehr begonnen werden. Im Sommer sollen die Maßnahmen laut Meyer abgeschlossen sein. Die Kosten (einschließlich einer Sanierung des Kreisverkehrs in Nideggen-Brück, siehe „Eindrücke“) belaufen sich auf 650.000 Euro.

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