Das Dürener Krankenhaus startet durch

Von: Stephan Johnen
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Blicken optimistisch in die Zu
Blicken optimistisch in die Zukunft: Der neue Krankenhausgeschäftsführer Dr. Gereon Blum (rechts) und die Spitze des Aufsichtsrats stellten die zukünftige Strategie des Hauses vor. Foto: Johnen

Düren. Der Neuanfang ist gemacht. Nach stürmischen Tagen und dem Wechsel in der Geschäftsführung blicken die neue Aufsichtsratsspitze des Krankenhauses Düren und der neue Geschäftsführer Dr. Gereon Blum optimistisch in die Zukunft.

Zum neuen Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und internistische Intensivmedizin wurde Dr. Hermann Roth gewählt. „Die Mannschaft ist neu aufgestellt”, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates am Montag. Nicht die „Diskussion interner Befindlichkeiten” stehe im Mittelpunkt, sondern die Versorgung der Patienten.

Und die soll mit Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe verbessert werden. „Interessant ist, wo wir heute stehen und wie wir in die Zukunft kommen”, betonte auch Dürens Bürgermeister Paul Larue als Vorsitzender des Kontrollgremiums. Gemeinsam stellten Aufsichtsratsspitze und Geschäftsführer die zukünftige Strategie des Hauses vor.

Doch kurz noch ein Blick auf die Personalie des Geschäftsführers: Mit Gereon Blum sei ein Kandidat gefunden worden, der innerhalb und außerhalb der Klinik hohe Anerkennung und Akzeptanz genieße. „Nicht nur die harten Zahlen sind von Bedeutung, sondern auch das gute Miteinander”, unterstrich Vizelandrätin Liesel Koschorreck als stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates. Mit der Berufung Blums zum Geschäftsführer als Nachfolger von Uwe Stelling soll auch wieder Ruhe in die Klinik einkehren.

„Wir wollen weiterhin medizinische Qualität garantieren und diese ausbauen”, sagten Larue und Spelthahn unisono. Kooperationen mit anderen Häusern der Region werden - wo sinnvoll - fortgeführt und ausgebaut, doch das Ziel der Zukunft sei es, die Eigenständigkeit des Dürener Krankenhauses zu gewährleisten und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Rund 14 Millionen Euro, rechnete Spelthahn als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses vor, sollen in den kommenden Jahren investiert werden. Drei Millionen sind kurzfristig für die energetische Sanierung des in den 70er Jahren gebauten Bettenhochhauses vorgesehen. „Wir heizen im Winter für die Anwohner mit”, bilanzierte Spelthahn. Ein autarkes Blockheizkraftwerk und eine Wärmedämmung sollen Abhilfe schaffen. Der Zahn der Zeit nage zudem am Schwesternwohnheim, und auch die Pathologie brauche neue Räume.

Investiert werden soll aber auch in die „medizinische Hardware”, die Gerätschaften der Klinik sollen auf den neuesten Stand gebracht werden. Geplant sind unter anderem die Anschaffung eines modernen MRT-Gerätes. Die Finanzierung dieser Projekte sei ohne Kapitalaufnahme möglich. „Wir erwirtschaften die notwendigen Mittel”, betonte Wolfgang Spelthahn.

Die Frage, ob in den Vorjahren gezahlte Abfindungen in Millionenhöhe das Investitionsprogramm verzögerten, verneinte Spelthahn. „Die Zahlungen können wir aus dem Cash-Flow aufbringen”, sagte er. Das Krankenhaus arbeite wirtschaftlich, der Haushalt sei tragfähig, die Zahl der behandelten Patienten wachse kontinuierlich.

Dr. Gereon Blum umriss Pläne, die Versorgung der Patienten im Haus zu verbessern. Neben der Sanierung aller Zimmer sollen auch Abläufe im Haus optimiert werden. Die Einrichtung eines Transportdienstes für Patienten entlaste beispielsweise die Schwestern, die so mehr Zeit für die Pflege hätten. „Zufriedene Mitarbeiter heißt zufriedene Patienten”, weiß Blum.

1089 Mitarbeiter und 73 Millionen Euro Umsatz

Das Krankenhaus gehört zu den größten Arbeitgebern im Dürener Land. Derzeit arbeiten dort 1089 Mitarbeiter, darunter 140 Ärzte, die überwiegend in der Stadt und im Kreis Düren leben.

Im vergangenen Jahr hat das Krankenhaus Düren einen Umsatz von 73 Millionen Euro erwirtschaftet. Rund 20.000 Patienten wurden stationär behandelt.

Derzeit werden in der Klinik alle 200 Zimmer saniert, auf dem Dach entsteht eine neue Privatstation. Im November soll diese eingeweiht werden.



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