Das deutsche Frühstück wird Samuel vermissen

Von: gkli
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Samuel Malloy erhielt von Thomas Rachel einen Bildband über Berlin und den Deutschen Bundestag. Der 17-Jährige nimmt am Parlamentarischen Patenschafts-Programm teil. Foto: Gudrun Klinkhammer

Ginnick. Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen seinem Gastland Deutschland und seiner Heimat Montana/USA kann Samuel Malloy inzwischen bereits sehr gut auf deutsch formulieren. Seit September nimmt der 17-jährige Schüler der elften Stufe an einem Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) teil.

Sein Pate ist der Bundestagsabgeordnete des Kreises Düren, Thomas Rachel. Eine Gastfamilie fand Samuel Malloy in Ginnick bei Familie Lövenich. Gemeinsam mit Gastmutter Monika Lövenich besuchte der junge Mann jetzt seinen Paten in der Kreisgeschäftsstelle der CDU Düren-Jülich in Düren. Es fand ein reger Austausch über die Vorzüge der Reise, aber auch über Kritikpunkte statt.

Wie der Bundestagsabgeordnete, der das Projekt schon seit einigen Jahren betreut, berichtete, reisen rund 50 junge Amerikaner im Rahmen des PPP pro Jahr nach Deutschland. Von Deutschland aus besuchen rund 150 junge Menschen pro Jahr im Gegenzug die USA. Wie sich herausstellte, werden die deutschen Stipendiaten zunächst geschult, etwa was die Geschichte der USA und auch die empfehlenswerten Verhaltensweisen angeht.

Eine derartig Schulung absolvieren die jungen Amerikaner im Vorfeld des Austausches nicht. In seiner Gastfamilie fühlt sich Samuel Malloy, der möglicherweise einmal Biologie studieren möchte, sehr wohl und gut aufgehoben. Kritik übte er dafür am aus seiner Sicht massiven Alkoholkonsum, vor allem der jungen Deutschen. In Amerika wird keinem Bürger unter 21 Jahren Alkohol verkauft.

Dafür, dass weiß der junge Mann jetzt schon, wird er in Montana mit Sicherheit das deutsche Frühstück vermissen. Das sei mit gutem Brot, Käse und Wurst einfach viel abwechslungsreicher und nahrhafter, so sein Fazit.

Bezüglich seiner Schulerfahrungen in Deutschland sagt Samuel Malloy: „Die Lehrer in Zülpich sind nicht so freundlich wie die Lehrer in meiner Heimat, auch helfen sie den Schülern nicht so gut.“ In Amerika gebe es ein ganz spezielles „High-School-Feeling“ und alle Schüler würden generell sehr gerne zur Schule gehen.

In den kommenden Wochen stehen für den Gast einige Reisen auf dem Programm, etwa nach Weimar, Prag und Berlin. In Berlin, dafür wird Thomas Rachel sorgen, wird der Stipendiat den Bundestag besuchen dürfen. Einen Bildband über Berlin und den Bundestag mit imposanten Fotos, die das Interesse wecken dürften, überreichte der Abgeordnete seinem Patenkind bei der Zusammenkunft in Düren bereits.

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