Düren/Stockheim - Dank aufgestockter Reserven kein Engpass beim Streusalz

Dank aufgestockter Reserven kein Engpass beim Streusalz

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Dreiviertel geleert: Im Streusalzlager des Kreises in Stockheim lagern noch rund 350 Tonnen. Foto: Jörg Abels

Düren/Stockheim. Helmut Schmidt und seine Kollegen von der Straßenmeisterei des Kreises Düren in Stockheim haben mit dem Frühjahrsputz begonnen. Die Streufahrzeuge, die in den vergangenen Wochen und Monaten teilweise im Dauereinsatz auf dem 210 Kilometer langen Straßennetz des Kreises unterwegs waren, werden von Salzrückständen befreit, um Korrosionsschäden zu vermeiden.

 „Der Winter ist vorbei“, ist Schmidt überzeugt. Die letzten Einsätze in der Eifel liegen bereits mehr als eine Woche zurück. Und die Wettervorhersage scheint ihm Recht zu geben. Die Zeit der Nachtfröste und glatter Straßen ist erst einmal vorbei.

Aber auch weitere Einsätze würden die Streudienste kaum vor große Probleme stellen. Nachdem der Kreis, aber auch die Kommunen ihre Lagerkapazitäten nach den doch erheblichen Engpässen im Winter 2010/2011 noch einmal deutlich aufgestockt haben, ist trotz des langen Winters und der Vielzahl an Streueinsätzen noch reichlich Salz vorhanden.

Der Kreis Düren hat in diesem Winter mit 1300 Tonnen Salz nicht ganz so viel verbraucht als vor zwei Jahren (1500 Tonnen); aber doch deutlich mehr als im schneearmen Winter 2011/2011 (350 Tonnen). Im Salzlager der Straßenmeisterei in Stockheim herrscht relative Leere. 350 bis 400 Tonnen lagern noch in der Halle, die ein Vielfaches aufnehmen kann. Dazu kommen die kreiseigenen Reserven im ehemaligen Bundeswehr-Munitionsdepot in Gürzenich, so dass der Kreis aktuell noch einen Bestand von 900 Tonnen hat.

„Das bedeutet aber, dass wir entgegen unserer Erwartung noch in diesem Jahr nachbestellen müssen, um für den kommenden Winter sicher gewappnet zu sein“, erklärt Kreis-Sprecher Josef Kreutzer. Bei einer Menge von 1000 Tonnen und einem Tonnenpreis von zuletzt rund 70 Euro plus Mehrwertsteuer kommen da leicht Mehrkosten von über 80.000 Euro allein auf den Kreis Düren zu.

Mit deutlichen Mehrkosten rechnet auch der Dürener Service Betrieb, der für den Winterdienst auf den städtischen Straßen zuständig ist. Mit einem Verbrauch von aktuell 1475 Tonnen liegt der DSB im Winter 2013 deutlich über dem langjährigen Mittelwert (1000 bis 1100 Tonnen). Engpässe aber habe es dank der auf 2000 Tonnen vergrößerten Lagerbestände nicht gegeben, berichtet DSB-Betriebsleiter Richard Müllejans. Und der DSB hat einen Teil der aufgebrauchten menge schon wieder ersetzt. „Wir haben vor gut vier Wochen noch einmal 300 Tonnen nachbestellt“, berichtet Müllejans. Probleme bei der Nachbestellung wie vor zwei Jahren gab es nicht.

Der Kreis Düren, der DSB und auch ein Großteil der Kommunen hat Salz in Gürzenich eingelagert. „Von sechs Bunkern mit einer Kapazität von über 2500 Tonnen sind zwei leer“, berichtet Helmut Schmidt. Gemeinden wie Kreuzau und Hürtgenwald haben auf ihre dort eingelagerten Reserven kaum zurückgreifen müssen, einige aus dem Nordkreis mehr, berichtet der Leiter der Straßenmeisterei, die die Ausgabe koordiniert.

Hürtgenwald hat 325 Tonnen verbraucht, mehr als doppelt so viel wie im Durchschnitt (150) in Kreuzau waren es rund 450 Tonnen, etwa 30 Prozent mehr als normal. Mit einem Verbrauch von 100 Tonnen Streusalz bewegt sich die Gemeinde Niederzier nach Angaben von Bauhofleiter Albrecht. Anders als die meisten Kommunen im Kreis hatte sich Niederzier gegen eine Lagerung von Salzreserven ausgesprochen und zusätzliche Ressourcen im Bauhof angelegt, die ausgereicht haben.

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