Düren - Daniela Bosenius verzaubert auch mit Wortwitz

Daniela Bosenius verzaubert auch mit Wortwitz

Von: niko
Letzte Aktualisierung:
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Als Pastetenbäckerin Mrs. Lovett überzeugte Daniela Bosenius nicht nur mit ihrem schauspielerischen Talent im Papst-Johannes-Haus. Foto: niko

Düren. Die furchtlose Pastetenverkäuferin Mrs. Lovett aus Sondheims „Sweeny Todd” war dabei, Gräfin Marizza, Carmichael„s blonde Dorothy, die Knef, Sally aus dem Musical „Cabaret” auch. Und um noch mehr Heldinnen ging es bei den „Heroinnenliedern” im Papst-Johannes-Haus.

Im Rahmen der Kirchenmusikwoche St. Anna nahm Daniela Bosenius (Gesang) mit viel Wortwitz und ihrer Klavierpartnerin Elisabeth Rieger das Publikum mit auf eine stimmungsvolle Reise durch die Welt der Oper, Operette, Chansons und Musicals.

„Heroinnen sind Heldinnen-Darstellerinnen in der Musik. In meinem Programm geht es um die Frauen”, sagte Bosenius. Bei den ersten Tönen der Arie der „Gräfin Marizza” verzauberte sie den Saal mit ihrer klangvollen und mitreißenden Mezzosopranstimme, um gleich darauf die so genannten Hosenrollen ins Visier zu nehmen wie beim leidenschaftlichen Pagen des Grafen „Cherubino” in Mozarts „Figaros Hochzeit”.

Mit Frauen besetzt

„Immer wenn es um Leidenschaft, Lust und Liebe junger Männer geht, haben alle großen Komponisten diese Rollen mit Frauen besetzt”, erklärt Daniela Bosenius. Überhaupt waren ihre Zwischentöne sehr unterhaltsam, und bei manchem Anekdötchen musste man heftig schmunzeln. Oper und Operette zum Anfassen.

Beide Musikerinnen balancierten mit ihrem Programm mit viel Charme gekonnt zwischen Anspruch und Unterhaltung. Dabei standen Emotionen stets im Vordergrund: Von kindlicher Freude bis ausgewachsener Eifersucht, von bissiger Kälte bis zu stürmischer Leidenschaft reichte das Wechselbad der Gefühle, mit dem das Duo das Publikum begeisterte.

Wandlungsfähig

Herausragend: Wandlungsfähigkeit, Mimik und Gestik von Daniela Bosenius. Sie sang von Filmheldinnen, Frauenhelden, war mit Brechts „Lied von den belebenden Wirkung des Geldes” ganz aktuell kritisch-politisch und zeigte bei „O mein Papa” aus P. Burkhards „Der schwarze Hecht” ihre Schweizer Wurzeln.

„Die Oper hat einen Hauch von Pelz und Perlen. Als Mozart gelebt hat, haben die Menschen die Zauberflöte auf den Lippen gepfiffen. Genau da gehören meine Lieder auch hin”, beschreibt Bosenius ihr Credo. Als Sally Bowles aus dem Musical „Cabaret” unterstrich sie ihre besondere Klasse.

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