Damensitzung: Die „Neffelbach-Girls“ feiern ihren Abschied

Von: dama
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Die „Neffelbach-Boys“ sorgten mit einem tollen Auftritt für gute Stimmung bei den Frauen in Nörvenich. Foto: Daniela Martinak

Nörvenich. Draußen standen die Damen Schlange. Minütlich hielt ein Auto an, hinter dessen Lenkrad in den meisten Fällen ein Mann saß und „seine“ Frau samt Freundinnen zur 30. Damensitzung der KG „Fidele Jonge“ Nörvenichbrachte.

Über 400 Närrinnen stürmten in die Neffeltalhalle und wollten nur eins: Die schönste Jahreszeit ohne Männer feiern. „Das muss auch mal sein“, betonte Heidemarie Schoenen aus Düren, die bereits seit 15 Jahren die Nörvenicher Damensitzung besucht.

Punkt 15 Uhr kündigte Präsidentin Julia Reiners den ersten Programmpunkt an, die Nippeser Bürgerwehr und die feierfreudigen Frauen waren sofort in ihrem Element. „Dass wir in diesem Jahr keine Tollität haben, tut der Stimmung zum Glück keinen Abbruch. Und auch das neue Nichtraucherschutzgesetz hat uns keine Besucherinnen gekostet“, erklärte Pressesprecherin der KG, Ute Meyer.

Auf der Bühne standen weiterhin die „Neffelbach-Boys“, Willi Wilden und Kocki, die Dance Stars, die Rabaue und Bauchredner Peter Kerscher. Ausgelassen wurde geschunkelt, gelacht, geklatscht und lautstark mitgesungen.

Ein wenig ruhiger wurde es, als die Präsidentin die „Neffelbach-Girls“ ankündigte, die ihre letzte Session auf der Bühne erleben. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge wurde die Damentanzgruppe verabschiedet.

Damit das närrische Publikum aber merkt, dass sich die Tänzerinnen keinesfalls gänzlich verabschieden, feierten die Damen mit den Jungen Trompetern, den Rheinveilchen und den Echte Fründe inmitten des Geschehens mit. Letztendlich sorgten auch die Tanzbienen und der Kölsche Tenor für jede Menge gute Stimmung in der Halle.

Wer in diesem Jahr nicht auf der Bühne zu sehen war, war der Nummernboy, der im vergangenen Jahr für Aufregung gesorgt hatte. „Es war der erste und der letzte Nummernboy auf unserer Bühne. Wir haben ja auch gleich reagiert und auch auf der Herrensitzung kein Nummerngirl mehr auftreten lassen“, sagte Meyer. Und weiter: „Für uns als seriöse Gesellschaft war es ein Patzer, der uns nicht mehr passieren wird. Schade ist das besonders für unsere Jugend.“ Die 80 aktiven Tänzerinnen und Tänzer der 300 Mitglieder starken Karnevalsgesellschaft dürfen seitdem nicht mehr an offiziellen Turnieren des Verbandes teilnehmen.

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