Damen legen den Kastelruther Spatzen Blumen zu Füßen

Von: ale
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Die Kastelruther Spatzen begeisterten in der Arena Kreis Düren ihre Fans. Ganz ausverkauft war der Saal aber nicht. Foto: Lauscher

Düren. Diesmal war die Arena Kreis Düren nicht ganz ausverkauft, als die Kastelruther Spatzen am Dienstag hier Station machten; doch die Fans machten mit ihrer Begeisterung die leeren Plätze wett. Seit dreißig Jahren erfreuen die Musiker aus Südtirol ihr Publikum mit Volksmusik und Heimatklängen.

Sie wurden ausgezeichnet mit allen Preisen, die dieses Genre zu vergeben hat, unter anderem mit dreizehn Echos und der „Krone der Volksmusik“.

Klar überwog das ältere Publikum bei der Vorstellung in Düren, viele Damen hatten Blumen mitgebracht, die sie ihren Idolen zu Füßen legen wollten. Es ging los mit „Leben und leben lassen“ und „Jeder Tag ist eine Rose“. Dabei stellte man gleich fest, dass die Musiker, die der Sänger Norbert Rier um sich schart, von besonderer Qualität sind. Ein astreiner Trompetenklang (Walter Mauroner), ein zart schmelzendes Saxophon (Valentin Silbernagel) – das passte ausgezeichnet zur sanften Gesangsstimme.

Zum Dreivierteltakt von „Spiel mir ein Lied aus der Heimat“ wurden dann Bilder aus den Dolomiten gezeigt: „Von Bergen, von Dörfern und Seen“. Und später hieß es „Ich bin so stolz auf mein geliebtes Land.“ Das kann man verstehen, wenn man einmal in Südtirol war. Und jeder, der sich dort ein wenig auskennt, durfte sich nun freuen, die herrlichen Bergpanoramen wiederzusehen.

Da tauchten der Schlern, der Langkofel und die Sella auf der Leinwand auf. Bei flotten Liedern wie „Immer noch“ klatschten alle mit, winkten und wippten. Und immer geht es um die Liebe, um Herz und um Schmerz, um Ehrfurcht vor der Mutter und um Heimweh. Aber das mögen die Fans, die jahrzehntelangen Erfolge geben der Truppe Recht. Überraschung: Norberts Sohn Alexander trat auf, mit Jubelgeschrei begrüßt. Im Duett sangen die beiden „Deine Träume sind meine Träume“.

Verein in Erinnerungen

Die Zuschauer gingen singend in die Pause und genossen danach Alexanders Medley von alten Schlagern wie „Mendocino“ und „Fiesta Mexicana“. Es trifft offensichtlich zu, was Vater und Sohn in einem Lied sangen: „Musik vereint.“ Die Fans waren vereint in Erinnerungen, im Träumen und Schwärmen. Erfreut machten sie mit bei einer Zeitreise durch drei Jahrzehnte Spatzenmusik.

Und dann hielt es viele nicht mehr auf ihrem Platz: „So richtig gut geht’s uns doch nur daheim in Kastelruth“ wurde angestimmt, da musste man ganz vorn bei den Musikern sein. „Ciao Amore“ wurde lauthals mitgesungen, und ganz zum Schluss gab’s noch „Va pensiero“, das der berühmte Gefangenenchor in Verdis Nabucco gesungen hat – allerdings hier mit einem speziellen Text für die Spatzen-Fangemeinde.

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