Cynthia Tokaya stellt im Franziskanerkloster aus

Von: sj
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„Diese Ausstellung gehört an diesen Ort“, ist Pater Laurentius Englisch OFM überzeugt. Werke Cynthia Tokayas sind bis zum 8. Mai im Kloster der Franziskaner in Vossenack zu sehen. Foto: Stephan Johnen

Vosenack. Die Landung der Alliierten in der Normandie begann am 6. Juni 1944. Nur wenige Künstler haben diese Invasion als Stoff für ihre Arbeiten betrachtet. Die in Düsseldorf lebende niederländische Künstlerin Cynthia Tokaya griff die Landung der Alliierten auf, als sie 2013 in die Normandie fuhr.

Zwei Jahre lang arbeitete sie an ihrem Zyklus „The Normandy 1944“. Nach einer Ausstellung in der Bunkerkirche Düsseldorf sind einige ihrer Arbeiten derzeit im Franziskanerkloster Vossenack zu sehen.

„Diese Ausstellung gehört an diesen Ort“, ist Pater Laurentius Englisch OFM überzeugt. Nicht ohne Grund hätten sich die Franziskaner dafür entschieden, auf einem ehemaligen Schlachtfeld, direkt neben einer Kriegsgräberstätte eine Schule und ein Kloster zu gründen. „Was im Zweiten Weltkrieg geschehen ist, darf nicht vergessen werden“, sagt Pater Laurentius. Der franziskanische Künstler hat für die Arbeiten der Düsseldorferin seine eigene Ausstellung im Kloster verkleinert. Bis zum 8. Mai sind die Bilder dort nach den Gottesdiensten zu sehen.

Tokayas Zyklus führt von den Küsten Frankreichs bis ins Herz des Hürtgenwalds, wo im Kriegswinter 1944/45 eine verlustreiche Schlacht tobte. „Die Invasionsküste in der Normandie und der Hürtgenwald in der Eifel sind Orte, die mehr sind als nur Gedenkstätten und spektakuläre Landschaften“, ist Cynthia Tokaya überzeugt. Ihre Werke werfen einen zum Teil spirituellen Blick auf die Geschehnisse, ohne Nationalpathos. „Sie zeigt die Sucht nach Martyrium derer auf, die für ‚Volk und Vaterland‘ sterben wollten oder sollten“, sagt Pater Laurentius. In Zeiten des IS-Terrors und Selbstmordattentaten sei dieses Thema aktueller denn je.

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