Cybermobbing kann viele Folgen haben

Von: bel
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Cybermobbing ist bei Kindern und Jugendlichen ein Thema. Im Haus der Stadt wurde nun gezeigt, wie mögliche Lösungen aussehen können. Lehrern und Schülern gefiel das Stück „Alles kaputt – ein Theaterstück über Cybermobbing“ gut. Foto: Bruno Elberfeld

Düren. Die Zahl der Zuschauer – Lehrerinnen und Lehrer und drei Fünftklässlerinnen der Angela-Schule – hielt sich vor der Studiobühne im Haus der Stadt in Grenzen. Die Theaterpädagogen Marion Kaeseler, Jan Savelsberg und Philipp Maurer präsentierten in einer Uraufführung „Alles kaputt – ein Theaterstück über Cybermobbing“.

Die Pädagogen sollten begutachten, ob dieses Bühnenspiel für ihre Schüler geeignet ist und welche Altersgruppen es anspricht.

Marion Kaeseler und Jan Savelsberg schlüpften in verschiedene Rollen, die jedem Kind und Jugendlichen so im Alltag begegnen. Da ist die Mutter, da sind die Freundinnen und Freunde, die Klassenkameraden, Lehrer und die vielen Leute, die sich über die Sozialen Medien in die Privatsphäre von Jonas und Lisa einklinken.

Beschimpfungen

Zwei Fälle, wie sie täglich hundertfach bei Kindern und Jugendlichen vorkommen können: Lisa postet einem „Freund“ ein hübsches Foto von sich. Dieser „gute“ Freund bearbeitet das Foto: Lisa ist anschließend als loses Mädchen in aufreizender Kleidung zu erkennen – das Foto macht seine Runden durch das Internet. Mit Folgen: Das Mädchen wird als „Schlampe“ beschimpft. Eindeutige Angebote zwecks „Liebe machen“ für Geld kommen online. Lisa ist verzweifelt und findet lange keine Hilfe.

Jonas geht es ähnlich. Er wird in einer seltsamen Hose fotografiert, auch das Foto landet online. Jonas wird im Netz zum „Hosenscheißer“ und „Schwulen“. Lisa und Jonas sind verzweifelt, suchen wochenlang Hilfe, sind gegenüber ihren Mitmenschen unausstehlich, bis sie sich dann doch Freundinnen und Freunden anvertrauen. Die Klassenkameraden setzen ihrerseits Zeichen.

Marion Kaeseler und Jan Savelsberg, unterstützt durch die Technik von Philipp Maurer, zeigten am Schluss gangbare Lösungsmöglichkeiten. Die Test-Zuschauer konnten mit roten und grünen Karten über die Hilfsangebote abstimmen.

Das Fazit: Die Wortbeiträge der Zuschauer klangen positiv. Es gab zwar den einen oder anderen Verbesserungsvorschlag, aber auch die drei jungen Schülerinnen zeigten sich mit der Darbietung im Grunde einverstanden.

Das Theaterstück sei geeignet für Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 15 Jahren, schreiben die Theatermacher. Die Vorführungen können in geeigneten Räumen in der Schule stattfinden. Die Zahl von 150 Teilnehmern sollte nicht überschritten werden.

Die nötigen Informationen über die technischen Anforderungen, anfallende Kosten und Termine erhalten Lehrer bei Marion Kaeseler unter der Telefonnummer 0157/7351160 oder per E-Mail an info@theaterpaedagogic.cc.

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