Crescendo: Ein Chor wie aus einem Guss

Von: Bruno Elberfeld
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Trotz krankheitsbedingten Ausf
Trotz krankheitsbedingten Ausfällen eine tolle Arbeit abgeliefert: Das Konzert des Gospelchors Crescendo in der Franziskuskirche in Vossenack wurde mit viel Beifall bedacht. Bereits Ende der 70er Jahre war der Chor dort mehrfach zu Gast. Foto: bel

Vossenack. Vor vielen Jahren war nach einem Crescendo-Konzert im Dürener Haus der Stadt in einer Tageszeitung zu lesen: „Weiter so, Crescendo!” Diese Aufforderung haben sich die Sängerinnen und Sänger, deren Chor im nächsten Jahr vier Jahrzehnte alt wird, offenbar zu Herzen genommen.

Denn es geht immer weiter mit ihnen, den Männern und Frauen des Gospelchors Crescendo. Hatten die Fans vor Jahren schon gedacht, dass der Höhepunkt des Könnens schon erreicht sei, so wurden sie jetzt in der Klosterkirche Vossenack eines Besseren belehrt.

Die Frauen und Männer dort hinter dem Altar der Kirche waren trotz der Erkrankung zweier Mitglieder wieder eine Nuance besser als beim letzten Mal. Eine Rolle spielte natürlich auch die Location. Die Franziskuskirche, in der der Chor mit seinem Gründer Martin Schröteler schon Ende der 70er Jahre Gottesdienste von der Empore aus gestaltet hatte, bietet den Gästen eine großartige Rundumsicht und eine exzellente Akustik.Sabrina Pelzer, Profimusikerin und Sängerin, leitet den Chor seit anderthalb Jahren.

Mit ihrem kleinen Sohn stand sie im Hintergrund des Gotteshauses und wiegte ihn im Rhythmus der jeweiligen Stücke. Sie müsse nicht mit dem Taktstock vor den Sängern stehen, erklärte sie, die könnten das Programm allein bewältigen. Ihre Aufgabe als Chorleiterin sieht Pelzer darin, die Crescendos zu noch mehr Selbstständigkeit zu führen. „Der Chor ist so gut”, lobte die Leiterin, „dass er sich mit vielen Profichören messen kann.”

Geteilt war das Programm in zwei unterschiedliche Hälften. Vor der Pause sangen die Crescendos Lieder aus weltlichen Produktionen. „May it be!” - Filmmusik aus „Herr der Ringe”, „I cant fight this feeling”, „Dont know why”. Neu einstudierte Songs fanden die Gäste in beiden Teilen des Programms.

Da erklang das Stück von Michael Jackson „Will you be there?” Moderator Pit Kästner trug dazu einfühlsam den Text „Ich werde dich niemals verlassen” vor. Eine gelungene Premiere feierte „Africa” von Toto. Instrumentenstimmen des Originals wurden durch Gesangstimmen ersetzt.

Das Ergebnis? Eine temperamentvolle Darbietung, mit viel Bewegung in der Choreografie und mit akrobatischen Zungenbrechern, eine tolle Leistung.

„Ol Man River”, „Halleluja”, „Sweet Jesus”, „Closed to you”, „Joyfull”, „Thats why I sing”, „Operator”, ein Medley aus „Sister Act”, „You are the music”, oder zum Schluss „Raise me up”, gespickt mit vielen gekonnten Soli, veranlassten nahezu alle Gäste im Kirchenrund zu Standing Ovations und einem Beifall, wie er sonst eher auf Popkonzerten zu vermuten ist.

Eine Prise Salz in der Suppe war - wie immer - Moderator Pit Kästner, der mit Witz und Humor durch das Programm führte. Begrüßt wurden die Konzertbesucher von Pater Wolfgang, der die gute Kooperation des Veranstalters „HöhenArt Hürtgenwald” mit dem Franziskanerkloster lobte. Übrigens hat sich die Bitte Pit Kästners am Schluss über die Jahre nicht verändert: „Wir brauchen Bässe!” Unter der E-Mail-Adresse info@crescendo-gospelchor.de können Interessenten sich melden.
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