Cranachstraße: Anwohner beklagen Parkplatznot

Von: chh
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Kein freier Parkplatz in Sicht
Kein freier Parkplatz in Sicht: Anwohner der Cranachstraße und angrenzender Straßen trafen sich mit SPD-Ratsmitgliedern, um über die Parksituation vor Ort zu berichten. Foto: Handschuhmacher

Düren. Annelene Dahmen ist verärgert und mit ihrem Ärger ist sie nicht alleine. Die Anwohnerin der Cranachstraße ist die Parksituation rund um ihre Wohnung leid. Mal eben am Straßenrand halten, um die Einkäufe auszuladen? Unmöglich.

Von einem Parkplatz in der Nähe der Wohnung ganz zu schweigen. „Das geht nun schon seit rund acht Jahren so”, sagt die 65-Jährige. „Angefangen hat es mit dem Bau des Ärztehauses. Seit das Parken am Bahnhof kostet, stellen immer mehr Pendler in der Cranachstraße ihr Auto ab und lieber ein paar Meter Fußweg zurücklegen statt die Parkgebühr zahlen zu müssen.

Am Donnerstag kamen nun rund 20 Anwohner von Cranachstraße, Arnoldsweilerstraße, Kreuzstraße und den angrenzenden Straßen zusammen, um sich mit den SPD-Ratsmitgliedern Mario Papadopoulos, Peter Koschorreck und Dagmar Nietan sowie der Stadtverbandsvorsitzenden Liesel Koschorreck zu treffen. Die SPD plant einen Antrag zum Bewohnerparken über den in der nächsten Ratssitzung Ende September entschieden werden soll. Die jetzige Parksituation sei „prekär” und bereite den Anwohnern „viele Probleme”, sagt Papadopoulus.

Bereits 2007 war auf eine Bewohnerinitiative und eine Unterschriftenaktion hin, eine Beschlussvorlage für den Rat gefasst worden, die jedoch nicht umgesetzt wurde. Nun will die SPD die Vorlage überarbeiten. Peter Koschorreck: „Von 9 bis 19 Uhr soll das Bewohnerparken eingerichtet werden.” Die Kosten lägen bei 30 Euro jährlich. Für die Cranachstraße sei für Nichtanwohner eine Parkscheibenlösung mit der Höchstdauer drei Stunden geplant. In anderen Bereichen müssen Parkscheine gezogen werden.

Die Anwohner erhoffen sich davon ein Ende der täglich nahezu vergeblichen Parkplatzsuche. „Viele Pendler stehen hier mit ihren Autos zwölf Stunden lang. Es kam aber auch schon vor, dass ein Parkplatz drei Wochen lang belegt war”, sagt Anwohnerin Dahmen, deren angemieteter Stellplatz an der Hans-Holbein-Straße mehrmals pro Monat zugeparkt wird.

Auch Stefan Koch, der in der Kreuzstraße wohnt, sieht die Parksituation vor Ort kritisch: „Ab 7.30 Uhr parken die Schüler und Lehrer des Rurtal-Gymnasiums in der Kreuzstraße”, sagt er. Wenn sich die Parkplätze dann gegen 16 Uhr leeren würde, kämen die Turnhallennutzer und erst ab 20 Uhr könne man mit viel Glück einen Parkplatz finden.

Koch ist wütend: „Wenn man morgens kurz mit dem Auto einkaufen fährt, hat man danach keinen Parkplatz mehr und zwar den ganzen Tag lang nicht.” Was er dann tut? „Ich parke mit Parkuhr in der oberen Kreuzstraße und setze alle drei Stunden mein Auto um.”
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