Coverbands rocken beim Tollrock-Festival

Von: Hendrik Buch
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„Alex im Westerland” coverte
„Alex im Westerland” coverte in Schmidt auch die Songs von „Den Ärzten”, „unrockbar” zeigte sich der Eifel-Ort keinesfalls. Foto: Buch

Schmidt. Wenn sich über 3000 Rockmusik-Freunde in einem beschaulichen Ort im Norden der Eifel versammeln, dann muss dort schon etwas geboten sein.

Dass sich das Tollrock-Festival zu einem echten Geheimtipp entwickelt hat, das ließ auch in diesem Jahr wieder die Auswahl namhafter Bands erahnen. Wenn die Veranstalter bei den bekannten deutschen Cover-Bands anklopfen, ist denen das Festival meistens schon ein Begriff - Tollrock begeistert, auch die Musiker.

Von ihrem Elan hat die Veranstaltung jedenfalls nach der Umstrukturierung der Organisation im vergangenen Jahr nichts verloren. Im Gegenteil, das Festival wirkt nochmals größer, nochmals professioneller. Und auch die Ausdehnung des Festivals auf zwei Tage hat sich gelohnt.

Am Freitag, dem Tag des in den Vorjahren eher wechselhaft besuchten Jugendballs, fanden 1100 Menschen den Weg an die Schöne Aussicht hoch über dem Rursee. Wo sonst der ruhige Blick auf den See genossen wird, erwarteten die Besucher am Wochenende Schlagzeuge und E-Gitarren. Den Anfang machte die Gruppe „Eject”.

Die Jungs aus der Region machten den Festivalgängern mit dem Sound der „Red Hot Chili Peppers” gleich Lust auf mehr. Und mehr sollten diese dann auch bekommen. Den Punk-Rock der „Toten Hosen” und der „Ärzte” kopierte die Gruppe „Alex im Westerland” beeindruckend stilecht. Ob Text-Umdichtungen à la Farin Urlaub oder Bühnenklettern im Stile Campinos: Die Frankfurter waren authentisch.

Der Samstag startete mittags mit einem Band-Contest. Der neue Verein Tollrock hat sich die Gemeinnützigkeit auf die Fahne geschrieben und so unterstützt die Veranstaltung nicht nur die Schmidter Ortsvereine, sondern hat sich darüber hinaus der Förderung regionaler Bandprojekte verschrieben. So hatte man in diesem Jahr erstmals einen Band-Contest ausgerufen und fünf Bands eingeladen.

Am Ende setzte sich die Symphonic-Rockband „End of Era” gegen die Mitbewerber „No fear the dark”, „Tussi-Deluxe”, „Stay rising in autumn” und „Escape & the Venushills” durch. Den jungen Rockern winkt nun der Eröffnungssauftritt beim Festival 2013. Nach dem Band-Contest eröffnete wieder eine Gruppe aus der Region das Programm. Die Ska-Gruppe „The Coconut Butts” ist in der Szene aber längst über die Grenzen der Region bekannt.

Der Gute-Laune Mix aus Rock- und Blasinstrumenten war die perfekte Eröffnung. Es folgten die „Red Hot Chili Peppers”-Tribute-Band „Arcadium” aus Lüttich und die deutsche U2 Coverband schlechthin: „Achtung Baby”. Das Highlight bildete die Gruppe „The Dark” aus dem Hunsrück. Mit ihren Rock-Klassikern zogen sie die 1900 Besucher in ihren Bann und beschlossen den Abend würdig.

Jede Erfolgsgeschichte hat aber auch ihre bedauerlichen Anekdoten. Wie Pressewart Mario Lennartz berichtet, fragte vor ein paar Jahren eine dänische Band an, auf dem Festival auftreten zu dürfen. Da die Gruppe eigene Stücke spielte, sah man von einer Einladung aber ab. Noch im selben Jahr feierte „Volbeat” den Durchbruch bei Rock am Ring und begeistert seitdem die internationale Rock-Szene.

„Dumm gelaufen.” Dem Festival hat das Ganze aber nicht geschadet, denn auch im kommenden Jahr wird in Schmidt wieder gerockt werden.
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