„ConZumo“ und Anette Meisl spielen gefühlvolles Konzert

Von: Hannes Schmitz
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„ConZumo“ und Annette Meisl: Eine Mischung, die passte. Das Publikum erlebte einen ausgezeichneten Abend. Foto: Hannes Schmitz

Huchem-Stammeln. Karibisches Flair und vor allem ein Stück Kuba zog in die „Bowl‘n‘Lounge“ in Huchem-Stammeln ein, als die lateinamerikanische Formation „ConZumo“ dort gastierte. Aber nicht nur die Musiker waren eine Überraschung mit ihren Latino-Hits aus den 30er und 40er Jahren in zeitgemäßen Arrangements.

Auch die elegante „Frontfrau“ Annette Meisl, die vor einigen Jahren mit ihrem Buch und Theaterstück „Fünf Männer für mich“, einer frivolen Entdeckungstour durch die „Irrgärten der Liebe“, für Furore sorgte, begeisterte.

Sie ist aber nicht nur Autorin, sondern auch Moderatorin, Erzählerin, Sängerin und Inhaberin einer Zigarrenmanufaktur in Köln, sie ist Lebenskünstlerin und Weltenbummlerin. Ihr Credo ist „den Moment leben“, der Zigarrenrauch ist für sie „ein Symbol für Lebenslust“, wie sie bei ihren Besuchen in Kuba erfahren hat. Dort habe die Kultur des Landes „von ihr Besitz genommen“, berichtete sie charmant plaudernd. Wer Annette Meisl an dem vom Dürener Jazzclub initiierten Abend zuhörte oder ihren Liedern lauschte, war beeindruckt von ihrem künstlerischen Ausdruck und ihrer persönlichen Authentizität.

Jede Note, die sie sang, und jedes Wort, das erklang, schienen „gelebtes Leben“ zu sein. Ihre starke Präsenz und ihre gesanglich überzeugend vorgetragenen Stücke untermalte sie mit eigener Körperbetontheit, tauchte tief ein in die Sinnlichkeit lateinamerikanischer, speziell kubanischer Rhythmen, offenbarte echte Gefühle und Begeisterung für diese Lebensart und eine Musik, die ständige Lebensfreude zu versprühen scheint.

Schwungvolle Takte und ein lockerer, jazziger Sound wurden von einer Interpretin geboten, die das begeisterte Publikum mit auf einen Streifzug durch kubanische Musik mit ihren verschiedenen Stile nahm. Feurig, fetzend, melancholisch, berührend: Ein Gesangsspiel auf der Klaviatur der Gefühle war zu hören. Ein Jazzabend, der eher ein Clubabend war, an dem man meinen konnte, dass die Musik in den fein duftenden, leichten Qualm von kubanischen Zigarren gehüllt war.

Das war pures Kuba-Feeling, zumal die Geschichten über das Land und die Menschen die Reiselust und die Neugierde auf den Karibik-Staat weckten. Getragen wurde die Interpretin von einer Band, die es verstand, einen innovativen Latin-Sound in die Club-Lounge zu bringen und die Zuhörer zu verzaubern. Das Spiel von „ConZumo“ war vielfältig und geprägt von verschiedenen musikalischen lateinamerikanischen Quellen – eine Musik zum Zuhören oder Tanzen. Neben dem hervorragenden musikalischen Teil gab es eine weitere Attraktion, als Annette Meisl ihr Publikum in die Kunst des Zigarrenrollens einführte. Eine Wissenschaft für sich.

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