Container oder Häuser aus Fertigteilen für Flüchtlinge?

Von: smb
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Kreuzau/Winden. Die Gemeinde Kreuzau erwägt angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen den Neubau einer Asylunterkunft für 20 bis 25 Personen.

Eine Fläche an der Windener Turnhalle könnte nach ersten Überlegungen bebaut werden. Die Kosten würden sich ersten Schätzungen zufolge auf etwa 520.000 Euro belaufen.

Die Möglichkeit eines Neubaus rückt immer mehr in den Fokus, da alle Alternativen kaum realisierbar scheinen. „Intensive Anstrengungen“, habe die Gemeinde unternommen, um Wohnungen anzumieten. Bisher seien diese aber erfolglos gewesen. Entweder seien die Wohnungen nicht geeignet, die Mieten deutlich überhöht oder die Vermieter schlichtweg nicht bereit gewesen, ihre Wohnungen für Asylbewerber zur Verfügung zu stellen.

Nächste Option: Anmietung eines geeigneten Hauses. Das Problem: Es gibt keins. Neben dem baulichen Zustand der meisten angebotenen Häuser scheiterten die Überlegungen daran, dass die sanitären Anlagen nicht ausreichen. So sei laut Verwaltung oftmals nur ein Bad vorhanden. Auch der Kauf einer weiteren geeigneten Immobilie ist bislang nicht zustande gekommen, weil nach Angaben der Gemeinde kein geeignetes Objekt gefunden werden konnte.

Und das führt die Verwaltung zur Möglichkeit eines Neubaus. Um 22 Personen unterzubringen, wären elf Wohncontainer, drei Aufenthaltscontainer und vier Wasch-/Nassraumcontainer erforderlich. Container ließen sich schnell aufstellen, haben laut Verwaltung aber nur eine Haltbarkeit von zehn Jahren, die Beheizung mit Strom sei zudem kostspielig.

Die Verwaltung bevorzugt daher die Idee, Fertighäuser azu errichten, die eine längere Lebensdauer hätten und kostengünstiger beheizt werden könnten. Sollte der Bedarf an Wohnraum für Asylbewerber weiterhin steigen, könnte ein zunächst eingeschossiges Gebäude aufgestockt werden. Wenn die Zahlen zurückgehen, könnten angemietete Objekte oder Gebäude, die in einem schlechteren Zustand sind, aufgegeben werden.

Die Gemeinde verweist in ihrer Vorlage für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (14. April, 19 Uhr) darauf, dass „zeitnah“ entschieden werden müsse. Das im Dezember gekaufte Haus in Untermaubach sei fast vollständig belegt.

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