Comedian Atze Schröder: „Richtig Fremdgehen“ in der Arena Kreis Düren

Von: Hendrik Buch
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Atze Schröder, Entertainer und Comedian, war mit seinem Programm „Richtig Fremdgehen“ in der Arena Kreis Düren. Wie gewohnt feuerte er eine Sprüchesalve ab. Foto: Hendrik Buch

Düren. Es sind vor allem zwei Dinge, die den Humor von Atze Schröder ausmachen und dafür sorgen, dass er unter den Komikern mit am beständigsten die Konzerthallen der Republik füllt: Zum einen sind es seine kernigen Sprüche mit unverwechselbarer Metaphorik, zum anderen die irrwitzigen Geschichten, die er dabei immer wieder spinnt.

Auch bei seinem aktuellen Programm „Richtig Fremdgehen“, das Deutschlands Parademacho der Comedians am Donnerstag in der Arena Kreis Düren zeigte, bekamen die Zuschauer wieder Kostproben von Beidem – Sprüchen und Geschichten– zu hören.

Bei „Richtig Fremdgehen“ standen jedoch vor allem die Sprüche im Fokus.

Die Gürtellinie unterschritt Schröder dabei im Minutentakt, was bei einem Programm mit diesem Namen allerdings auch nicht verboten sein sollte. „So kann es nicht bleiben“, über das anfängliche Aussehen der Teilnehmerinnen des RTL-Formats „Extrem schön“, war da noch mit das Freundlichste was „Atze“ über die Lippen brachte.

Wahrlich erstaunlich war wieder einmal die Metaphorik des Sprücheklopfers. Über die aberwitzigen Attribute, mit denen er vor allem den weiblichen Körper beschrieb, kringelte sich das Publikum beiderlei Geschlechts.

Der Comedian, der ja nicht nur mit Worten gerne auf dicke Hose macht, drehte sein Programm dabei natürlich um die Liebe in ihrer körperlichen Ausprägung – in verschiedenen Kulturen, im Alter oder auch im Fußballgeschäft. Seine Witzobjekte hätten dabei unter anderem mit Beckenbauer, von der Leyen und Boris Becker etwas abgedroschen klingen können, die dem Programm eigene herbe Wortwahl ließ jedoch auch eigentlich bekannte Kalauer nochmals neu wirken: Tabubruch als System.

Praktische Tipps

Daneben gab es auch praktische Fremdgehtipps für die Männer. Optisch gelte: „Nasenhaare heißen so, weil sie in der Nase sind. Alles, was rausguckt, gilt als Schnäuzer.“

Inhaltlich kam das Programm in der Folge hingegen selten über die Sprüche hinaus. Wer „Atze“ vor allem als Geschichtenerzähler wie bei „Der, der den Hebel nicht zieht“ oder dem, am Freitag in der Zugabe präsentiertem, Stand-Up „Autobahn“ bewundert, wurde bei „Richtig Fremdgehen“ ein wenig stiefmütterlich behandelt.

Einzig bei Episoden über eine verunglückte Testfahrt mit einem Hybrid-Porsche, „Herzlichen Glückwunsch: Sie haben einen Käufer, die Allianz Versicherung“, und einer Episode über eine Liaison mit einer Sparkassenangestellten entfaltete Schröder diese Kunst – dafür aber gewohnt köstlich komisch.

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