Comeback: Metalband Koroded nach Schwierigkeiten wieder da

Von: Tobias Röber
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Koroded mit Andreas Leifeld, F
Koroded mit Andreas Leifeld, Frank Fleckenstein, Ben Overmann, Christoph Golks und Jan Röder (von links) feiert am Samstag das 15-jährige Bandbestehen. Foto: Röber

Düren. Der eine bezeichnet es als großen Spaß, der andere - leicht poetisch - als Balsam auf die geschundene Metalseele. Wie dem auch sei. Irgendwie stimmt beides, und alle fünf Mitglieder der Dürener Metalband Koroded stimmen zu.

Die Band hatte Erfolg, sie bekam Probleme, löste sich auf. Und jetzt ist sie wieder da. Am Samstag geben Andreas Leifeld, Frank Fleckenstein, Ben Overmann, Christoph Golks und Jan Röder ihr Jubiläumskonzert im Kulturzentrum Komm. Die Metalband Koroded gibt es seit nunmehr 15 Jahren.

Einige Umbesetzungen

In der Geschichte der Band ist so einiges geschehen. Schon vor der Gründung spielten Gitarrist Andreas Leifeld und Sänger Jan Röder in der Band Endoomed zusammen. 1997 benannte sich Endoomed in Koroded um, bereits 1998, nach der Veröffentlichung der Debüt-EP „Downstream Voyage”, folgte eine erste Europatour. 1999 produzierten Röder & Co. das erste Album („Dead Dodge”). Weitere Touren und Konzerte folgten, etwa ein Auftritt beim Festival Summer Breeze. 2003 erschien das zweite Album „Decipher”, 2004 dann „The absurd Beauty of being alone”.

Inzwischen hatte die Band einige Umbesetzungen zu verkraften, der Erfolg hielt jedoch an. Koroded stand mit bekannten Bands wie „Pro Pain” und „Hatesphere” auf der Bühne. 2005 stieß dann Gitarrist Frank Fleckenstein zur Band. Das 2006 veröffentlichte vierte Album „To have and to unhold” produzierte die Band in Dänemark. Schlagzeuger Ben Overmann verließ die Band nach einigen Differenzen kurz darauf. Im Dezember 2007 löste sich die Band ganz auf, nachdem Sänger Jan Röder seinen Ausstieg bekanntgegeben hatte.

Es dauerte bis 2010, bis sich die Band entschloss, es noch einmal zu versuchen. Und dieser Versuch hat bestens funktioniert. „Es hat sich gut entwickelt”, fasst Jan Röder zusammen. Die Band spielte einige Konzerte und hatte dabei eine Menge Spaß. Es waren auch unvergessliche Erlebnisse dabei. Etwa als Koroded im Rahmen der Frankfurter Musikmesse direkt neben Toto spielte. Und das vor einem sehr großen Publikum.

„Das war krass”, sagt Jan Röder und Christoph Golks ergänzt: „Das war fast wie ein Ritterschlag.” Und da ist ja noch der Balsam für die geschundene Metalseele. Koroded bekam nicht nur jede Menge Zuspruch von alten und neuen Fans, sondern auch von Musikerkollegen. So bei einem Konzert in Erkelenz, als eine Band verlauten ließ: „Dankt Gott, dass es Koroded wieder gibt.”

Gitarrist Andreas Leifeld hat einen weiteren Grund für den erneuten Erfolg ausgemacht. „Die Musikrichtung Metal hat sich während unserer Pause entwickelt, die Leute haben andere Hörgewohnheiten. Wir haben schon vorher komplexe Lieder geschrieben”, sagt er. Und jetzt seien mehr Zuhörer an diese Art Songs gewöhnt.

Mehr noch: Koroded arbeitet an einem neuen Album. Fünf Lieder sind fertig, in Kürze sollen sie einer Plattenfirma präsentiert werden. Es geht also weiter. Oder wie es Gitarrist Frank Fleckenstein ausdrückt: „Wir wollen zeigen, wo der Hammer hängt.”

Das Konzert am Samstag, 12. Mai, im Komm, August-Klotz-Straße 21, beginnt um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt sechs Euro. Neben Koroded stehen auch New Noise Crisis und Redrum Inc. auf der Bühne. Eine Besonderheit gibt es zudem: Die ersten 150 Gäste erhalten am Einlass gratis eine Koroded-CD mit zwei brandneuen Songs und 15 Raritäten aus 15 Jahren.
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