CMC-Belegschaft zu Eingeständnissen bereit

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Vor der vielleicht entscheidenden Verhandlungsrunde über einen Sanierungstarifvertrag forderten CMC-Mitarbeiter eine dreijährige Beschäftigungssicherung zur Kompensation von Einkommenseinbußen. Foto: Abels

Birkesdorf. Vor der vielleicht entscheidenden Verhandlungsrunde der IG-Metall mit der Geschäftsführung der CMC Consumer Medical Care GmbH über einen Sanierungstarifvertrag für das Birkesdorfer Werk forderten die Mitarbeiter der 100-prozentigen Paul-Hartmann-Tochter am Montag in einer spontan organisierten Demonstration vor den Werkstoren eine dreijährige Beschäftigungssicherung.

Im Gegenzug wäre die Belegschaft des Herstellers von Watteprodukten bereit, finanzielle Zugeständnisse zu machen. CMC will die Personalkosten nach IG-Metall-Angaben um jährlich 1,5 Millionen Euro senken. Dann erst könnte in die Zukunft des Standorts investiert werden. Im Raum stehen rund vier Millionen Euro.

Der IG-Metall-Bevollmächtigte Paul Zimmermann erklärte gegenüber der DZ, dass die Mitarbeiter nicht nur bereit seien, auf Lohnerhöhungen vorübergehend zu verzichten, sondern in den bisherigen Gesprächen auch angeboten hätten, drei Stunden pro Woche länger zu arbeiten. „Allein dies bringt eine Million Euro an Einsparungen im Jahr”, betonte Zimmermann.

Allerdings - und das machten die Mitarbeiter auf Plakaten deutlich - sollte die Beschäftigungssicherung im Rahmen der Sanierung und des angebotenen Lohnverzichts keine Frage oder gar ein „No Go” sein, sondern eine Selbstverständlichkeit. „Wir stehen zu CMC & Hartmann”, hieß es, „aber 13 Prozent Lohnverzicht in drei Jahren müssen reichen”. Ein Entgegenkommen des Arbeitgebers hat Zimmermann bislang vermisst. Ohne die Maßnahmen während der laufenden Verhandlungen kommentieren zu wollen, hatte CMC-Betriebsleiter Dr. Michael Thie schon vor zwei Wochen deutlich gemacht, dass sie dazu beitragen sollen, den Standort Birkesdorf langfristig profitabel zu gestalten.

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