Claudia Pawelka und Sibylle Kuhne präsentieren Schlagerschätze

Von: bel
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Die Schauspielerin Inga Sibylle Kuhne (l.) und Claudia Pawelka, Gitarristin und Sängerin, begeisterten die Gäste in der Galerie Kunstwerk mit alten Schlagern und Texten zum Schmunzeln. Foto: Bruno Elberfeld

Heimbach. „Kennst du die Zuckerpuppe aus der Bauchtanzgruppe?“ Einige ältere Semester in der Heimbacher Galerie Kunstwerk von Marita Jaeger kannten sie, diese Puppe, die Bill Ramsey in einem seiner Lieder vor Jahrzehnten tanzen ließ. Mitsummen, mitsingen, zumindest den Refrain, die meisten Melodien aus den 50er, 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts, zu ihrer Zeit Ohrwürmer, kamen beim Publikum gut an, weckten Erinnerungen.

Begleitet von der Gitarre oder auch von einer CD sang und spielte Claudia Pawelka viele alte Schätzchen, die zu ihrer Zeit einen Siegeszug durch die Musikwelt angetreten hatten. „Ragtime für einen kleinen Clown“, „I beg you pardon“, nur die junge Generation kennt sie nicht mehr. Claudia Pawelka meisterte sie mit ihrer „Westernstimme“ – sehr deutlich, recht hell und verständlich, wie es Freunde von Westernfilmen aus den Saloons des Wilden Westens in Erinnerung haben.

Die Stimme, so erklärte die Sängerin, die mit ihrem Mann auch als Western-Duo auftritt, ist nicht ausgebildet. Sie sei, wie sie eben sei. Viele Reaktionen aktivierte die Gitarristin im Publikum, doch ihr gekonntes Jodeln wurde – trotz mehrfacher Einladung – nicht imitiert. Ansätze blieben meist in den Kehlen stecken.

Den schauspielerischen Part hatte an diesem Abend Sibylle Kuhne übernommen. Sie nahm ihr Publikum mit in die „Welt der Künstler“. „Künstler sind auch Menschen“, verriet sie den Männern und Frauen auf den dicht gedrängten Stühlen. Das Publikum, so schien es am Schluss der Veranstaltung, war von der These überzeugt. „Wie sieht der Alltag eines Berufshumoristen aus? Läuft der 24 Stunden herum und erzählt sich und seinen Zeitgenossen Witze?“ – so oder so ähnlich fragte Kuhne nach dem Charakter des Humoristen. Mit rauchiger Stimme zeichnete sie ein nachvollziehbares Bild eines solchen Menschen.

Die Träume dieses Spaßmenschen sind spaßig, humorvoll, werden jedoch schon mal aufdringlich und lästig. Titel wie „Neues aus der Unterwelt“, die Welt der eigenen Unterwäsche, oder die Vorstellung, dass sich der linke und der rechte Schuh unterhalten, sind schon verrückte Gedanken, die einem Berufshumoristen durchaus kommen können. Eine innovative Idee auch, dass eine Pille, die keiner Krankheit zuzuordnen ist, sich ihre Krankheit selbst sucht.

Fast alle Texte rezitierte Sibylle Kuhne frei. Sie stammten von Kishon, Strittmatter, Weinert, Roda Roda, Elke Heidenreich, Alfred Polgar, Eugen Roth, Elke Sommer, Kurt Tucholsky, Rudolf A. Schröder, Namen, die einen vergnüglichen Abend, veranstaltet von „Den jungen Alten“ in der Galerie Kunstwerk, garantieren.

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