Christian Runkel präsentiert Fotos mit großer Strahlkraft

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
7089690.jpg

Düren. Der Besucher im „Blauen Saal“ des Gymnasiums am Wirteltor (GaW) braucht Zeit, um die Strahlkraft der klein- und mittelformatigen Fotografien zu verarbeiten: Hochglanzfotos außergewöhnlicher Bauwerke, Architektur des alten Zarenreichs.

Von 1998 bis 2013 hat Christian Runkel, ehemaliger Lehrer am GaW für Russisch, somit auch verantwortlich für viele Schüleraustausche mit Russland, diese Fotos geschossen. Aber nicht nur diese, merkt der Russlandkenner mit einem Lächeln an, es sind – wie auch seine Frau Gundula Kronen bestätigt, die ihn auf einigen Reisen begleitet hat – tausende Bilder, eines schöner, eines beeindruckender als das andere.

Die Qual der Wahl

„Eine Qual war es“, erklärt der Fotograf, „für diese Ausstellung die richtigen 26 Fotos auszuwählen.“Runkel zeigt Moskau und Petersburg von ihrer schönsten Seite. Den Reigen der außergewöhnlichen Architekturen beginnt er mit der Hauptstadt: Die „Mariä-Entschlafens-Kirche“, wo berühmte Persönlichkeiten wie Gogol, Rubinstein und Chruschtschow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, die „Christi-Erlöser-Kathedrale“, von Stalin 1931 gesprengt und in ein Schwimmbad verwandelt, und die „Basilius-Kathedrale“ auf dem Roten Platz, die in jedem Reiseführer einen besonderen Platz einnimmt.

Mit Schneehaube

Allein dem Kreml, seinen Befestigungsanlagen und seinen Kirchen, widmet der Russlandreisende sieben Fotografien, bevor er auf dem Weg nach St. Petersburg das „Erlöser-Euthymios-Kloster“ in der aufgehenden Sonne abgelichtet hat. Und welches Auge kann den Bildern widerstehen, wenn Türme und Türmchen von St. Petersburg eine Schneehaube tragen?

„Peter-Paul-Festung“ mit Kirche, der Weg dahin führt über die „Dreieinigkeits-Brücke“, Schlossplatz mit dem Winterpalast, die berühmte „Isaaks-Kathedrale“, der Schlossplatz mit der Alexandersäule, die „Christi-Auferstehungs-Kirche“, der „Katharinen-Palast“ in Puschkin mit dem geschichtsträchtigen „Bernsteinzimmer“, und schließlich der „Peterhof“, die Sommerresidenz der Zaren, das „russische Versailles“. In einem Flyer gibt Christian Runkel Auskunft über die Entstehung der Bauwerke, über Zerstörung und Wiederaufbau, sodass dem Betrachter ein großer Teil russischer Geschichte widerfährt, Hochglanzfotos als Geschichtsdokumente.

Die vielen anderen Fotos wird Runkel eventuell bei anderen Gelegenheiten zeigen. Sie dokumentieren oft ein anderes Russland mit weniger Glanz, russische Menschen, die nicht in Palästen leben. „Was mich an den Bewohnern von Moskau und St. Petersburg fasziniert“, sagt Christian Runkel, „ist ihre Liebe zu Russland, ihr Stolz auf ihre Bauwerke und ihre Kultur.“

Tschaikowski zur Einstimmung

Schulleiter Wilhelm Gödde bedankte sich bei den Besuchern für ihr Kommen und bei Christian Runkel, seinem ehemaligen Kollegen, für die „wunderbare Ausstellung“.

Eingestimmt auf die Bilderschau wurden die Gäste von Sabine Wilden (Klavier) und César Avilés (Geige) mit zwei Stücken des russischen Komponisten Tschaikowski, vierte Sinfonie, 2. Satz, und einem Auszug aus dem Violinkonzert, 2. Satz.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert