Arnoldsweiler - Chorkonzert: Wunderbare Impressionen mit Orgel und Harfe

Chorkonzert: Wunderbare Impressionen mit Orgel und Harfe

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Arnoldsweiler. Auch wenn auf dem Programmzettel eine Reihe moderner Komponisten standen, so blieb die Grundstimmung des Chorkonzerts romantisch. Camerata Düren, Cantabile und Mitglieder des Jugendchors Joyful Voices sangen sich unter der Leitung von Andrea und Peter Eich direkt in die Herzen der zahlreichen Zuhörer.

Die große Akustik der im frühsommerlichen Abendlicht leuchtenden Arnoldsweiler Pfarrkirche verschaffte dieser ausgesuchten Musik einen farbig hellen und feierlichen Rahmen. Die in den Texten besungenen Stimmungen wurden geradezu fühlbar, so sensibel folgten die Chöre dem Dirigat. Mit dem Hymnus „Hör mein Bitten“, Andrea Eich dabei mit prächtigem Sopransolo, und dem Werk „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ von Felix Mendelssohn Bartholdy bewies die Camerata unter Peter Eich gleich zu Beginn meisterliche Stimmführung und Ausdrucksstärke.

Dann das erste Stück mit Harfe: Manou Liebert ließ Klangkaskaden ihres Instruments durch die Kirche perlen bei Paul Hindemiths „The Harp“. Der Chor wusste sich ihrem Spiel wunderbar in Lautstärke und Intonation anzupassen. In den fünf folgenden Liedern von Fanny Hensel nach Texten von Eichendoff und Lenau führten Chor und Harfenistin in empfindsamem Miteinander durch die Verse erlesener Romantik-Poesie.

Danach gab Andrea Eich, begleitet von der Harfe, eine äußerst überzeugende Kostprobe als Koloratursopranistin mit der berühmten Villanelle von Eva DellAcqua.

Der erst vor zwei Wochen erneut als Meisterchor ausgezeichnete Frauenchor Cantabile und Mitglieder von Joyful Voices setzten das Programm mit Kompositionen von Josef Rheinberger, Gustav Holst und Gustav Jenner fort. Außerdem wagten sie sich an ein Werk des Zeitgenossen Thomas Gabriel mit dem Titel „Die Länder der Sterne“. Ein vielseitiges, sehr wandlungsreiches Stück, in dessen teilweise hoch komplizierten Strukturen die Chöre hervorragende Qualität bewiesen. Die Zuhörer erfuhren so, wie klangschön auch „moderne“ Musik sein kann. Im anschließenden „Os mutorum“, komponiert von James MacMillan, feierten Andrea Eich und Sabine Schackers ein wahres Belcanto-Fest.

Den Höhepunkt des Abends bildete das „Vater unser“ von Leoš Janáek aus dem Jahre 1901. Eindrucksvoll eingeleitet und begleitet vom souveränen Christian Werres an der Orgel und Manou Liebert an der Harfe setzte die Camerata ihr ganzes stimmliches Potenzial ein, um das tief empfundene Beten dieser Vertonung Janáeks im musikalischen Ausdruck auf die Zuhörer zu übertragen. Offensichtlich mit Erfolg: Der langanhaltende Beifall ließ den tiefen Eindruck dieser außergewöhnlichen Komposition vermuten. Letztlich kam der Chor nicht ohne Zugabe davon: Als „Abendsegen“ gab es eine Wiederholung des Mendelssohn‘schen „Denn er hat seinen Engeln befohlen“.

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