Heimbach - Chor-Jubiläum: Erinnerungen an den, der immer einschlief

Chor-Jubiläum: Erinnerungen an den, der immer einschlief

Von: Christoph Hahn
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Stolze Aktive: Bei der Feier zum 125-jährigen Bestehen des Heimbacher Kirchenchores gab es für jede(n) Aktive(n) eine Blume - und für die Treuesten unter ihnen Verdienstnadeln nebst Urkunde. Foto: Hahn

Heimbach. „Ein statser Chor”, so sagte es Pfarrer Günther Gerkowski in seiner kurzen Begrüßung, feierte sein großes Fest: Mit einem Hochamt in der Heimbacher Christus-Salvator-Kirche begingen Freunde und Mitglieder des Heimbacher Kirchenchores dessen 125-jähriges Bestehen.

Mit der „Missa brevis Sancti Joanni de Deo” sorgten die Aktiven unter Leitung von Kantor Peter Mellentin zudem auch für ein künstlerisches Glanzlicht zum denkwürdigen Fest. Dazu fand sich auch ein Ehrengast ein: Abt Josef Vollberg, Oberer des Klosters Mariawald, war gekommen, um die Verbundenheit der Trappisten-Mönche mit dem Ort zu bekunden, wie Ortspfarrer Hans Doncks erfreut anmerkte.

Pfarrer Gerkowski, gebürtiger Heimbacher und ehemaliger Chor-Aktiver, weckte in Ansprache und Predigt in den Gläubigen Erinnerungen: an jenen verstorbenen Sänger, der von Berufs wegen früh aufstehen musste und darum in der Probe immer einschlief, und an manches andere allzu menschliche Detail. Er erinnerte aber auch an die Bedeutung des „chorischen Atmens” und wie dadurch aus Vielklang Einklang wird. Noch andere Redner drückten die Mitglieder des Chores rhetorisch ans Herz, zum Beispiel die stellvertretende Bürgermeisterin Edith Cremer, die quasi in Personalunion im Chor mitsingt. Sie sparte nicht mit Anerkennung: „125-jähriges Bestehen von einem Verein - das hört man nicht oft”, sagte sie. „Ich freue mich, dass wir in der Stadt Heimbach einen solchen guten Kirchenchor präsentieren können.”

Zu den Höhepunkten des Festaktes zählte der Vortrag von Heimathistoriker Helmut Breuer, der mit vielen Fakten Aufs und Abs in der Zeit seit der Gründung schilderte. Glückwünsche überbrachten zudem die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats sowie der Vorsitzende des Tambourcorps, Werner Bongard, und die Vorsitzende der Zupfmusikfreunde, Anne Bidmon. Brigitte Gfeller, der Vorsitzenden des Chores, blieb es jedoch vorbehalten, den Blick nach innen zu wagen: „Singen ist nicht nur ein körperlicher Vorgang - es berührt auch das Gemüt.” Sie sprachs und ehrte die Sänger, die dem Heimbacher Kirchenchor schon seit vielen Jahren die Treue halten, mit Ehrenadeln: Annemie Krischer, Franz Nellessen, Ursula und Albert Jakob, Edith und Margret Cremer, Käthe Flohr, Helga Marx und Anke Mellentin.

Chor sucht Sänger und Sängerinnen

Tenöre und Bässe werden beim Heimbacher Kirchenchor gesucht. Aber auch Männer und Frauen mit anderen Stimmlagen, auch ohne Vorkenntnisse, sind zu den Proben jeweils dienstags ab 19.30 Uhr im Kommunikationszentrum neben der Salvator-Kirche willkommen. Weitere Auskünfte gibt es bei Kantor Peter Mellentin, Tel. 02446/693.

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