Düren - Chor gibt ein Konzert in Kirche und Saal

Chor gibt ein Konzert in Kirche und Saal

Von: Bruno Elberfeld
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Peter Eich dirigierte in der Christuskirche die „Camerata“ und der Chor ging enthusiastisch mit.

Düren. Trotz des übergroßen Angebots an Veranstaltungen in Düren und Umgebung hatten an diesem Abend weit über 100 Menschen den Weg zum Sommerkonzert der „Camerata“ in der Christuskirche und ins Haus der Evangelischen Gemeinde zu Düren gefunden.

Das Konzert war von der Thematik her zweigeteilt. Die geistlichen Gesänge von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) fanden ihre Aufführung im Halbrund der Christuskirche, die weltlichen Lieder, ebenfalls wie ihre geistlichen Brüder in der Epoche der Romantik angesiedelt, wurden ob ihres säkularen Inhalts in den Konzertsaal der evangelischen Gemeinde verlegt. So kamen Musiker sowie die Gäste in der Pause in den Genuss eines Ortswechsels.

Der etwa 40 Sängerinnen und Sänger starke Chor verschmolz in der Christuskirche mit dem ansprechenden Ambiente und der guten Akustik zu einem Musikkörper. Peter und Andrea Eich, vor einem Vierteljahrhundert Gründer der weit über Düren hinaus bekannten Meisterchors, hatten die „richtigen Händchen“, ihre Sängerinnen und Sänger sowie die begleitende Orgel, Jochen Hoffmann, und das begleitende Cembalo, Ulrike Zavelberg, in eine harmonische Fülle zu bringen. Nicht immer einfach sind die Stücke, hört man bewusst in einzelne Werke hinein. „Te deum laudamaus“, „Tibi cherubim et seraphim“, „Patrem immensae majestatis“, „Per singulos dies“, Werke, deren Bedeutung Menschen mit Latinum oder Kirchgänger verstehen.

Die meisten Besucher in der Christuskirche schienen sich offenbar wohl zu fühlen, weil sie – um es pathetisch zu formulieren – wie ein Wanderer im Wald von dem „Heiligen“ angerührt wurden, das da am Altar passierte.

Programmzettel

Die zweite Hälfte des Konzerts wurde weltlich. Auf dem Programmzettel standen Komponisten wie Gustav Mahler (1860 bis 1911), Robert Schumann (1810 bis 1856), Antonin Dvorak (1841 bis 1901) und Joseph Rheinberger (1839 bis 1901).

An einem neuen Ort sind neue Eindrücke nicht zu vermeiden. Manch ein Besucher hätte sich gewünscht, dass die Akustik der Christuskirche hätte mitgenommen werden können in das Gemeindehaus. Die einzelnen Chor-Stimmen wurden deutlicher, besonders der Sopran dominierte phasenweise das Geschehen. Die Harmonie der Christuskirche konnte nicht wiederhergestellt werden.

Andrea Eich sang zu Beginn „Rheinlegendchen“ und „Wer hat das Liedlein erdacht“ aus des „Knaben Wunderhorn“ von Gustav Mahler. Peter Eich dirigierte. Die Mitglieder des Chores gingen mit Enthusiasmus mit, freuten sich Mitte Juni über den „wunderschönen Monat Mai“.

Von Dvorak interpretierte die „Camerata“ unter anderen „Mein Lied ertönt“, „Rings ist der Wald“, „Darf des Falken Schwinge“, allesamt Weisen, die bis weit ins 20. Jahrhundert hinein zum Repertoire deutscher Sangesfreunde gehörten.

Den Schlussakkord setzten die Sängerinnen und Sänger mit vier Chorballaden von Joseph Rheinberger.

 

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