Chöre puschen sich zu hohen Gesangskünsten

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
10970600.jpg
Trat nicht nur als Dirigent in Erscheinung: Walter Dress, musikalischer Leiter des MGV Voith, bewährte sich beim Konzert im Haus der Stadt zu Düren auch als Moderator und Solist. Foto: Christoph Hahn

Düren. Das spricht von Lebensfreude: „O wie schön ist diese Welt.“ Mit dieser sympathischen Philosophie steckten die Sangesbrüder des Männergesangsvereins Voith aus Düren ihr Publikum im Haus der Stadt ihrer Vaterstadt an.

Zusammen mit dem Gastchor des Abends, dem gemischten Ensemble „CHORios“ aus Stetternich unter Leitung von Christian Werres, überzeugten die von Walter Drees dirigierten Voithianer mit einer gelungene Verbindung aus besinnlichen und launigen Werken der Musikliteratur.

Walter Drees, als Konzerttenor wie als Kirchenmusiker ein Begriff, zeigte sich vor den Zuhörer nicht nur in einer Eigenschaft. Er gab den Tenören und Bässen den Takt vor, trat aber zudem auch als Solist in Erscheinung und moderiert wie nebenbei den Abend. Und wer, wie die Dürener und die Stetternicher sich Frau Musica ergeben haben, pflegt dadurch die Freundschaft: Beide Dirigenten begleiteten den jeweils anderen Chor, wenn bei einem Liedsatz Klavierbegleitung vorgesehen war.

Vom Repertoire und dessen Ausgestaltung her gab es an diesem Konzert zum 30-jährigen Bestehen nichts auszusetzen. Walter Drees und die Seinen legten unter anderem mit Mendelssohns „Abschied vom Walde“ die Messlatte hoch. Die Stetternicher hielten sich aber dem gegenüber nicht lange zurück und bewiesen mit „Dat du min Leevsten büst“ eine stimmliche Filigranität, die aufhorchen ließ. Die Mannen des MGV Voith ihrerseits nahmen die Herausforderung an und zeigten zugleich mit dem künstlerischen Leiter und Gesangssolisten an der Spitze durch ihre Interpretation von Griegs „Landerkennung“, dass sie hohen Ansprüchen gewachsen sind.

Nach der Pause schlug die Stunde der leichten Muse – mit dem aus „Sister Act“ bekannten Marienlied „Hail Holy Queen Enthroned Above“, gekonnt von den Stetternichern dargeboten, und „Hello Dolly“ von den Dürenern. Den Schlussakkord setzten beide Chöre in freundschaftlicher Harmonie mit dem ewig jungen Schlagers „Marina“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert