Chöre fernab der deutschen Weihnachtsromantik

Von: han
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Die Chöre „Joyful Voices” und „Cantabile” verlangten sich bei ihrem anspruchsvollen Konzert in der Christuskirche so einiges Foto: Schmitz

Düren. Benjamin Brittens „A ceremony of carols” begann pünktlich zur „Tea-Time”. Englische Weihnachtsmusik für Chor und Harfe präsentierten der Kinder- und Jugendchor „Joyful Voices” der evangelischen Gemeinde zu Düren sowie der Frauenchor „Cantabile” der Camerata Düren unter der musikalischen Leitung von Andrea Eich in der Christuskirche.

Wer sich auf Brittens ungewöhnlichen Rhythmus und die Textur einließ, erlebte einen Jugend- und Frauenchor, die das Werk voller Lebendigkeit interpretierten. Vor dem ersten Ton hatte Andrea Eich die Komposition erläutert und so dem Publikum „Hör-Hilfen” für das ungewöhnliche Werk fernab deutscher Weihnachtsromantik gegeben.

Gängiger hingegen war John Rutters „Christmas Lulalaby” und „Angel´s Carol”, in dem abendländische Musik mit amerikanischen Einflüssen zusammengefasst wurde und durch den sehr guten Vortrag des Jugendchores Nachhaltigkeit hinterließ. Der Kinderchor überraschte, zeigte er sich mit „O sing to the Lord a new song” von Colin Mawby und mit Christopher Tamblings „Ding dong! Klinge hell ein Klang” doch schon außergewöhnlich ausdrucksstark.

Das Nachmittagsprogramm wurde abgerundet durch „Sing noel” von Paul W. Lothmann, James Helme Suttcliffe „Lo, How a rose e´er blooming”, „What child is his?” sowie Rupert Langs „Carol of the child”. Es war ein nicht alltägliches Konzert, das den verschiedenen Chören einiges abverlangte und Aufmerksamkeit von den Zuhörern erforderte.

Ihre Aufgabe meisterten auch die Solistinnen, darunter Ann-Kathrin Raab, Manuela Eich, Jana Mund, Sinje Grezdörffer und Jana Schakers. Besonders prägnant war das virtuose Spiel von Manou Liebert auf der Harfe, die bei verschiedenen Kompositionen zum tragenden Teil wurde. Stefan Iseke war an der Orgel der ideale Begleiter. Das Publikum dankte alle Mitwirkenden mit freundlichem bis herzlichem Applaus.
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