Heimbach - Charles Fazzino legt einen Signiermarathon hin

Charles Fazzino legt einen Signiermarathon hin

Von: Gudrun Klinkhammer
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Rabea Reimer aus Birgel legte dem Künstler gleich mehrere Bilder und Karten hin, die dieser geduldig bemalte und signierte. Foto: Klinkhammer
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Mit einer Engelsgeduld und hoch professionell legte Charles Fazzino am Wochenende einen Signier- und Malmarathon hin.

Heimbach. „Wir rühren uns nicht mehr vom Fleck, bis er hier ist“, sagte eine Dame, die ein Bild unter dem Arm trug. Mit großer Spannung wartete eine Schlange von Menschen am Samstagvormittag in der Internationalen Kunstakademie in Heimbach auf den Auftritt von Charles Fazzino. Der Maler von Weltruhm traf mit einiger Verspätung zur Signierstunde ein.

Die Gründe der Verzögerung waren sehr nachvollziehbar. Fazzino kann derzeit nicht gut laufen, muss sich einer Gehhilfe bedienen. Erst kürzlich wurde der Amerikaner an der Hüfte operiert. Dieser unangenehme Umstand hielt ihn jedoch nicht von seinem Versprechen ab, nach Heimbach zu kommen. Darüber hinaus hatte er bereits unmittelbar vor seinem Auftritt in der Internationalen Kunstakademie mit Landrat Wolfgang Spelthahn im Kreishaus in Düren rund 100 Werke von Schülern sämtlicher Schulformen begutachtet.

Bei diesen Werken handelte es sich um eine Auswahl. Insgesamt 600 Schüler aus 74 Schulen mehrerer Landkreise hatten an einem Wettbewerb teilgenommen, der die Fazzino-Ausstellung begleitete. Käthe Rolfink, Mitinitiatorin und Vorsitzende der Kulturinitiative im Kreis Düren, berichtete in Heimbach von der Reaktion Fazzinos, als er die Arbeiten der jungen Künstler im Kreishaus sah. Rolfink: „Seine Worte waren immer wieder ‚I am excited.‘ (übersetzt: Ich bin begeistert).“ Noch vor den Sommerferien sollen die Sieger des Wettbewerbs, die Charles Fazzino ermittelte, bekannt gegeben und gekürt werden.

Mit einer Engelsgeduld, mit großer Disziplin und einer absoluten Professionalität leistete der Künstler aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten sowohl am Samstag als auch am Sonntag in Heimbach einen Signier- und Malmarathon ab. Stundenlang schüttelte er Hände, begrüßte mit freundlichen Worten seine Fans und unterschrieb und bemalte so ziemlich alles, was ihm angereicht wurde. Egal ob Unikat, Druck, Puzzle oder Karte: Unter den Händen Fazzinos wurde jedes Objekt ein zweites Mal zum Kunstwerk. „Irre“, entfuhr es Käthe Rolfink zwischendurch, als sie die über das Papier fliegende Hand des Meisters verfolgte.

Worte verschwendete der Meister keine mehr, als er den Zeichenstift ansetzte. In Windeseile brachte er alles zu Papier, was entweder als Wunsch an ihn herangetragen worden war oder was ihm gerade einfiel. Egal ob die Burg Hengebach, die Burg Nideggen, die Golden Gate Bridge, den Big Apple oder zwei Herzen mit Flügeln – einige Fans haben nun das Problem, dass sie nicht wissen, ob sie die mehrschichtige Vorderseite der typischen Fazzino-Bilder oder die handbemalte Rückseite in ihren vier Wänden zeigen sollen.

Glücklich und zufrieden nahm Rabea Reimer aus Birgel die Bilder in Empfang, die Charles Fazzino ihr veredelt hatte. Die 27-Jährige liebt die Kunst des Meisters und wagte es, einige Fragen zu stellen. In einem kleinen Gespräch gab der Künstler Auskunft, dass er noch bis Dienstag in Deutschland sei und ihn sein Weg in der Regel vier Mal im Jahr über den großen Teich führe.

Die Fazzino-Ausstellung auf Burg Hengebach erfuhr mit dem Auftritt des Künstlers einen glanzvollen Schlusspunkt. Spelthahn informierte, dass gut 5000 zahlende Gäste und weitere 5000 Schüler die Schau besucht haben: „Mit diesem Erfolg und nach den Erfolgen mit Rizzi und Janosch in den vergangenen Jahren wird es zunehmend einfacher, große Künstler für Heimbach zu gewinnen.“ Für das kommende Jahr ist wieder eine große Ausstellung geplant, allerdings soll dann einmal eine ganz andere Stilrichtung als die bisher gezeigten Schicht- und Farbbilder präsentiert werden.

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