Chansons, Jazz und vielleicht sogar Klezmer

Von: Sandra Kinkel
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Roswitha und Jürgen Hüftle aus Langerwehe wollen im Töpfereimuseum ein Kleinkunstprogramm etablieren. Foto: Rolf Krueger, Sandra Kinkel
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Günter Hochgürtel tritt am Freitag, 17. März, um 19.30 Uhr beim ersten Konzert der neuen Kleinkunstreihe im Töpfereimuseum Langerwehe auf. Foto: Rolf Krueger, Sandra Kinkel

Langerwehe. Roswitha und Jürgen Hüftle aus Langerwehe sind große Musikfreunde. Sie singen im Chor „Joy of Gospel“ und besuchen gerne und häufig Konzerte in der Region. Sie engagieren sich in der Mittelaltergruppe und unterstützen seit vielen Jahren die beiden großen Märkte, also Eifel- und Töpfermarkt im Museum. „Ich habe schon seit drei Jahren die Idee, im Töpfereimuseum ein Kleinkunstprogramm auf die Bühne zu bringen“, sagt Jürgen Hüftle. „Jetzt hat es endlich geklappt.“

Das erste Konzert findet am Freitag, 17. März, statt. Ab 19.30 Uhr sind Günter Hochgürtel, vielen besser bekannt als der „Eifel-Trobadour“ im Museum in Langerwehe, Pastoratsweg 1. Ab dann soll es alle drei Monate eine Veranstaltung geben.

„Wir sind viele Jahre immer nach Eschweiler in ein Kultur-Café gefahren, das aber irgendwann schließen musste“, erzählt Jürgen Hüftle. „So etwas in der Art wollen wir auch in Langerwehe etablieren.“ Gemeinsam mit dem Förderkreis des Töpfereimuseums und dessen neuem Vorsitzenden Christoph Reinartz ist es jetzt gelungen, ein Konzept für die neue Konzertreihe zu erstellen. Auch die Gemeinde hat grünes Licht gegeben.

Jürgen Hüftle: „Der Förderkreis übernimmt die Trägerschaft und auch die Nutzungsgebühr, die wir an die Gemeinde zahlen müssen. Meine Frau und ich kümmern uns um die Organisation der Konzerte.“ Welche Art von Musik dabei auf die kleine Bühne im Töpfereimuseum kommt, ist völlig offen. „Ich kann mir eigentlich fast alles vorstellen“, sagt Roswitha Hüftle. „Sänger wie Günter Hochgürtel, aber auch einmal eine Jazz-Combo oder vielleicht sogar eine Klezmer-Band. Möglichkeiten gibt es genug.“

Wichtig ist dem Ehepaar, dass der Eintritt zu den Konzerten frei ist. „Ich glaube einfach, dass wir dann mehr Leute erreichen können. Uns ist es wichtig, dass der Saal voll ist. Am Ende bitten wir dann die Zuschauer um eine kleine Spende für die Künstler.“

Das bedeutet natürlich im Umkehrschluss, dass alle, die im Töpfereimuseum auftreten, keine große Gage erwarten können. Roswitha Hüftle: „Wir wollen in ganz kleinem Rahmen auch eine Bewirtung anbieten.“ Die Einnahmen, die damit erwirtschaftet werden, sollen genutzt werden, um die Kosten des Förderkreises zu decken. „Wenn darüber hinaus noch Geld übrig bleibt“, sagt Hüftle, „wollen wir einen Rücklagentopf bilden, um vielleicht doch einmal Künstler einladen zu können, die eine Gage verlangen.“

Die beiden Eheleute sind davon überzeugt, dass es in der Töpfergemeinde einen Markt für Konzerte dieser Art gibt. „Wenn 60 Leute zu den Konzerten kommen, sind wir schon zufrieden“, sagt Hüftle. „Dann ist der Saal voll.“ Gerade in Zeiten, wo in Langerwehe über die Zukunft des Töpfereimuseums nachgedacht werde, ergänzt Jürgen Hüftle, sei es wichtig, wieder mehr Veranstaltungen dort auf die Beine zu stellen. „Das Töpfereimuseum muss unbedingt erhalten bleiben.“

Ähnlich sehen das auch Bürgermeister Heinrich Göbbels (CDU) und Claudia Dreyling, Leiterin des Amtes für Schule, Sport und Kultur. „Wir begrüßen alles, was die Attraktivität unseres Töpfereimuseums steigert“, betont Göbbels. Und Dreyling ergänzt: „Das ist eine sehr gelungene Initiative des Ehepaares Hüftle und des Förderkreises.“ Das Konzept habe sie überzeugt. „Ich bin froh, dass die Konzertreihe jetzt beginnt, weil es gut ist, wenn unser Museum wieder belebt wird.“

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