Blair Bann (Powervolleys) trifft auf Erik Mattson (Abiant Groningen)

CEV-Pokal: Das Aufeinandertreffen zweier Kanadier und Profi-Volleyballer

Von: Sandra Kinkel
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Zwei Kanadier, zwei Liberos, zwei Freunde: Heute Abend treffen der Dürener Blair Bann (unten) und sein Landsmann Erik Mattson von Groningen im CEV-Pokal aufeinander. Foto: jan

Düren/Groningen. Erik Mattson erinnert sich gerne an seine Zeit an der Rur. „In Düren habe ich meine erste Saison in Europa gespielt“, erzählt der Kanadier. „Das war wirklich für mich etwas sehr Besonderes.“ Erik Mattson ist Profi-Volleyballer, genauer gesagt Libero.

Der 26-Jährige hat in der Saison 2013/14 in Düren gespielt, im Augenblick steht er bei dem niederländischen Club Abiant Lycurgus Volleyball Groningen unter Vertrag – und genau das ist der erste Gegner der SWD-Powervolleys im CEV-Pokal in dieser Saison.

Düren spielt seine zehnte Saison auf europäischer Ebene. Und das Spiel am MIttwochabend (Anpfiff 19 Uhr, Arena Kreis Düren) ist nicht nur für Erik Mattson eine besondere Partie – sondern sicherlich auch für den Dürener Libero Blair Bann. Der ist drei Jahre älter als Mattson, trotzdem kennen die beiden kanadischen Profisportler sich ziemlich gut.

Beide haben in ihrer Heimat in Universitätsmannschaften gespielt, als Mattson in Lüneburg unter Vertrag stand und Bann schon in Düren baggerte, haben sie häufiger mit anderen kanadischen Volleyballern die Weihnachtsfeiertage im Rheinland verbracht. „Kanadier müssen zusammenhalten“, sagt Blair Bann und muss schmunzeln. „Aber Spaß beiseite: Wir kennen uns wirklich schon sehr lange, und wenn man dann soweit weg von zu Hause ist, ist es schön, gemeinsam Weihnachten zu feiern.“

Beide freuen sich sehr auf das Spiel am Mittwochabend. „Partien im CEV-Pokal sind etwas sehr Besonderes“, sagt Blair Bann. „Es ist schwer zu erklären, aber die Atmosphäre ist noch einmal eine ganz andere als in der Bundesliga.“ Darüber hinaus, ergänzt der Dürener – mit 1,83 Meter übrigens mit Abstand der kleinste im Team von Trainer Stefan Falter – , der erst im Sommer zum „besten Libero der Weltliga“ gekürt wurde, sei es immer schön, gegen Spieler anzutreten, die man kennt. „Das macht einfach noch mehr Spaß als sonst“, sagt Bann. „Weil es vor und nach dem Spiel immer viel Gelegenheit zum Erzählen gibt. Und Erik ist wirklich ein netter Typ. Ich freue mich, ihn zu treffen.“

Leistung abrufen

Auf dem Spielfeld spielen solche Sympathien natürlich absolut keine Rolle. „Wir wollen am Mittwochabend gewinnen“, sagt Blair Bann. „Und wenn ich auf dem Feld stehe, interessiert mich nur mein Team. Wer in der anderen Mannschaft steht, ist in dem Moment nicht wichtig.“ Gleichwohl sei Mattson ein sehr disziplinierter Spieler. Bann: „Er ist ein guter Verteidiger. Vermutlich wird es schwer, ihn zu knacken. Wir müssen am Mittwoch Abend unsere Leistung abrufen, egal wer auf der anderen Seite des Netzes steht.“ „Blair“, sagt Mattson, „ist ein Volleyball-Rebell, der einen immer wieder aufs Neue verblüfft, ein großartiger Spieler.“

Beide sprechen von einem schwierigen Spiel, einem „harten Kampf, bei dem jeder alles geben muss.“ Groningen ist amtierender niederländischer Meister und steht im Augenblick mit vier Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Düren steht auf Platz vier – mit einem Punkt hinter Berlin auf Platz drei und zwei Punkten Vorsprung vor dem Fünften aus Bühl. Erik Mattson: „Die deutsche Liga ist aber viel stärker als die niederländische. Wenn wir gewinnen wollen, müssen wirklich alle im Team ihre beste Leistung abrufen. Sonst wird es echt schwer.“

Klar, dass Mattson einige Insider-Informationen über die Powervolleys verraten hat. „Aber viel war es nicht“, sagt der Kanadier und lacht. „Es ist einfach eine völlig neue, sehr starke Mannschaft. Der Einzige, mit dem ich damals in Düren zusammengespielt habe, ist Jaromir Zachrich. Alle anderen sind neu im Team.“

Mattson freut sich aber nicht nur auf ein Wiedersehen mit Jaromir Zachrich und Blair Bann, er hofft vor allem, viele Dürener Fans wieder zu treffen. „Die ‚Moskitos‘ sind einfach toll“, sagt er. „Die machen eine unglaubliche Stimmung in der Arena und sind für das Team der siebte Mann.“ In Groningen, ergänzt er, sei die Zuschauer-Resonanz bei den Heimspielen sehr unterschiedlich. „Es kommt immer auf das Spiel an. In der Champions-League-Qualifikation gegen Masseik waren 1200 Fans da. Das war für uns sehr viel.“

Für das Rückspiel gegen Düren in Groningen am Donnerstag, 21. Dezember, wechseln die Niederländer extra den Austragungsort. Mattson: „Wir spielen dann in einer Halle mit Platz für 3000 Zuschauer. Wir rechnen auch mit vielen Fans aus Düren und hoffen, dass es so richtig schön voll wird.“

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