Cellokonzert: Thomas Beckmann in der Evangelischen Christuskirche

Von: Hendrik Geisler
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Der Düsseldorfer Cellist Thomas Beckmann spielte in der Christuskirche ein Konzert im Rahmen seiner Benefiztour „Gemeinsam gegen Kälte“. Foto: Hendrik Geisler

Düren. Beeindruckende Klangbilder gab es beim Konzert des Düsseldorfer Cellisten Thomas Beckmann in der Christuskirche der Evangelischen Gemeinde zu Düren: Im Rahmen der Benefiztour „Gemeinsam gegen Kälte“ machte Beckmann zum wiederholten Male in Düren Halt.

Der Erlös des unterhaltsamen Abends kommt zu gleichen Teilen der Obdachlosenhilfe Düren und der Flüchtlingsarbeit der Evangelischen Gemeinde zugute. Deren Kantor, Stefan Iseke, bezeichnete die Terminansetzung als „Glücksfall“. „Als wir das Konzert vor einem Dreivierteljahr geplant haben, konnten wir noch nicht ahnen, wie hochaktuell das Thema sein würde“, sagte Iseke.

Vor Beginn des Konzertes informierte Pfarrerin Susanne Rösler die rund 90 Zuschauer über die Maßnahmen der Flüchtlingshilfe, die aus staatlichen Mitteln, der Kirchensteuer und Spenden finanziert wird.

Neben der Anstellung einer zusätzlichen Psychologin für traumatisierte Flüchtlinge, bietet die Evangelische Gemeinde vor allem Hilfe in akuten Notfallsituationen, veranstaltet rund 20 Sprachkurse und arbeitet verstärkt mit Kindern, etwa bei Ferienspielen.

Gut gelaunt begrüßte der Hauptakteur des Abends, Cellist Beckmann, seine Zuhörer und erläuterte ihnen schon während des Stimmens auf der Bühne die Feinheiten seines Instruments. Von der fantastischen Akustik der Christuskirche zeigte sich der Musiker begeistert. Diese sei ebenso ein Instrument und für den Klang verantwortlich wie sein Cello.

Mit dem musikalisch dargestellten Schwan aus dem Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns begann Beckmann das Konzert, bevor er die Sonate Nr.5 in e-Moll von Antonio Vivaldi darbot.

Auf einen ruhigen, sanften Beginn folgten schnelle Töne – verspielt und fröhlich. Nachdem Beckmann das folgende Wechselspiel schneller und langsamer Melodien meisterhaft inszeniert hatte, ertönten beinahe traurige Klänge. Den Schlusspunkt setzten schnelle, fast schon hektisch erscheinende Töne.

Der Cellist, weltweit einer der Besten an diesem Instrument, war während des Spiels tief versunken in sein Instrument. Beim Publikum ließ er keinen Zweifel daran, dass er die Musik liebt und lebt. Die Moderation seiner Stücke gestaltete er humorig und freundlich, so dass im Rund der Kirche eine warme Atmosphäre entstehen konnte. Bereits zur Pause erntete Thomas Beckmann begeisterten und lang-anhaltenden Applaus.

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