Düren - CDU will höhere Parkgebühren nochmal überdenken

CDU will höhere Parkgebühren nochmal überdenken

Von: Jörg Abels
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Steigen die Parkgebühren? Die CDU will Anfang des Jahres Klarheit schaffen. Foto: Abels

Düren. Als „nicht unbedingt förderlich für das Image der Einkaufsstadt Düren” bewertet Stadtcenter-Manager Daniel Böttke Pläne von CDU und FDP, die Parkgebühren in der Innenstadt noch einmal zu erhöhen.

Die Koalition hatte bereits im Juni 2010 vorgeschlagen, die Gebühr zum 1. Januar 2012 in einem größer zu ziehenden Kernbereich der Innenstadt noch einmal zu erhöhen, von derzeit 50 Cent je 25 Minuten auf 70 Cent je halbe Stunde, will diesen Plan nach Angaben von CDU-Fraktionschef Karl-Albert Eßer im Zuge der Haushaltsberatungen jetzt aber ebenso noch einmal überdenken wie beispielsweise die Bewirtschaftung des kompletten Annakirmesplatzes, des Parkplatzes an der Nippesstraße (Arena) und der P & R-Parkplätze am Bahnhof mit einem Tagestarif von zwei Euro.

Rund 650.000 Euro pro Jahr sollten mit den Maßnahmen zusätzlich in die klamme Stadtkasse gespült werden. Im laufenden Jahr hat die Stadt bereits rund 1,5 Millionen Euro an Parkgebühren eingenommen. „Am Jahresende sollten es rund 1,82 Millionen Euro sein”, spricht Ordnungsamtsleiter Karl-Heinz Adels von Einnahmen auf Vorjahresniveau.

„Ob Parkgebühren aber das richtige Mittel sind, Löcher im Haushalt zu stopfen, sei einmal dahingestellt”, merkt Böttke dazu an. Noch genieße Düren einen guten Ruf, betont der Centermanager. Jetzt an der Gebührenschraube zu drehen, wäre das falsche Signal, zumal es in Düren angesichts der Vielzahl vorhandener Stellplätze auch in Parkhäusern überhaupt keinen Parkdruck gebe.

Auch Cityma-Manager Wilhelm Streb befürchtet negative Folgen für das Einkaufsverhalten, weist aber auch noch einmal darauf hin, dass das bislang kostenlose Parkangebot auf dem hinteren Bereich des Annakirmesplatzes bei zahlreichen innerstädtischen Veranstaltungen rege genutzt werde.

Die Bedenken und Sorgen des Handels sind Karl-Albert Eßer nicht fremd. „Die Frage ist, was ist für Innenstadt noch verträglich, was haushaltspolitisch notwendig?”, betont der CDU-Politiker, der auch noch einmal detaillierte Informationen darüber einfordert, mit welchen Mehreinnahmen die einzelnen Maßnahmen verbunden sind.

Parallel dazu hat die Verwaltung bereits angekündigt, auch ein Parkraumbewirtschaftungskonzept zu erstellen, damit Autofahrer nicht einfach in umliegende Straßen ausweichen, wenn P&R-Plätze künftig gebührenpflichtig werden. Zu befürchten sei auf jeden Fall, erklärt Ordnungsamtsleiter Adels, dass Pendler bei Einführung einer gebühr auf weiterhin kostenlose P&R-Plätze außerhalb er Stadt zurückgreifen werden.
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