CDU will die „Ampel“ an 14 Punkten messen

Von: Jörg Abels
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Hat die Position der CDU in 14 Punkten zusammengefasst: Thomas Floßdorf. Foto: Abels

Düren. Die Dürener CDU ist in der Oppositionsrolle angekommen – in der „Opposition gegen eine Zufallsmehrheit im Stadtrat“, wie es Parteichef Thomas Floßdorf formuliert. „Man kann sehen, dass es bei der ‚Roten Ampel‘ alles andere als rund läuft. Und es gibt den Versuch, sich Themen auf die eigene Leistungsbilanz zu schreiben, die andere angestoßen haben.“

Floßdorf hat daher 14 Punkte formuliert, die zeigen sollen, wie die Positionen der CDU aussehen, an denen er aber auch die Arbeit der „Ampel“ messen will – „nicht mit Blick auf den anstehenden Bürgermeisterwahlkampf, sondern mit Blick auf Düren“, betont der Parteivorsitzende. Er hat das Gefühl, dass viele „Ampel“-Entscheidungen von der Wahl überschattet werden. „Wir haben aber alle die Pflicht, Düren auch bis September weiterzuentwickeln.“

Aus Sicht von Floßdorf ist die Wahrung der lange Zeit nur von der CDU getragenen Haushaltsdisziplin dabei oberstes Gebot. „Wir müssen unseren Enkeln solide Finanzen überlasen, damit auch sie noch Spielraum haben.“

Im Masterplan-Prozess hat aus seiner Sicht neben der Wohnberatung zur Modernisierung des Altbestandes, die Erneuerung der Kölnstraße und die Umgestaltung des Theodor-Heuss-Parks Priorität, letzteres auch mit Blick auf die Bebauung des Stadthallen-Areals, das jetzt in Ruhe entwickelt werden müsse, ohne neue parteipolitische Ränkespiele. Floßdorf spricht sich im Namen der CDU für einen bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesstätten für Kinder unter und über drei Jahren aus und er fordert aus Gründen der Transparenz eine zentrale Anmeldung aller Kinder über eine spezielle Software.

Der Ausbau interkommunaler Gewerbegebiete mit Langerwehe an der A 4 und Kreuzau an der B 56 gegenüber der Automeile sei ebenso wichtig wie die Ausweisung neuer, attraktiver Wohngebiete. „Für Derichsweiler haben wir ein Neubaugebiet bereits beantragt“, betont Floßdorf, weitere unter anderem im Dürener Osten müssten folgen. „Das wird eine wichtige Aufgabe sein, mit der sich der Stadtentwicklungsausschuss beschäftigen muss“, betont Floßdorf, der dem Gremium vorsteht.

Die CDU fordert den sofortigen Bau der Rettungswache im Dürener Westen. Die Sicherheit der Bürger dürfe nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. „Wir werden in der kommenden Ratssitzung erneut den Bau beantragen“, kündigt Floßdorf an und hofft, dass sich die beim Thema Feuerwehr „auf Dauer-Rot gestellte ‚Ampel‘ von den Fesseln der FDP befreit“.

Eine klare Erwartung an die Mehrheitskoalition hat Floßdorf auch bei der Zukunft der Schullandschaft. „Wenn der von der ‚Ampel“ geforderte Schulentwicklungsplan im April/Mai vorliegt, müsse sie noch vor der Wahl Farbe bekennen. „Das Schlimmste wäre eine weitere Verunsicherung der Schüler, Eltern und Lehrer.“

Das Programm für mehr Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit müsse ausgebaut, ein Tourismus-Manager eingestellt werden. Floßdorf spricht sich für einen Dino-Park im Gürzenicher Wald aus und ungeachtet der Diskussion um etwaige Folgekosten auch für eine Erweiterung des Papiermuseums, selbst wenn die Unterhaltung einen sechsstellige Summe im Jahr kosten sollte. Er fordert kostenloses W-LAN in der Kern-Innenstadt und weitere Kunstrasenplätze, wenn sich Vereine wie Alemannia Lendersdorf darum bewerben.

Schließlich – und das verwundert angesichts der aktuellen Diskussion um die Position des Kämmers nicht – fordert die CDU, dass Personalentscheidungen nach Kompetenz und nicht nach Parteibuch getroffen werden sollten. „Hier werden wir weiter den Finger in die Wunde legen.“

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