CDU-Vorsitzender stellt sich nach einem Jahr der Wiederwahl

Von: Jörg Abels
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Stellt sich Donnerstag der WiederwahL: der CDU-Stadtparteivorsitzende Thomas Floßdorf. Foto: ja

Düren. „Sehr spannend, zeitintensiv und mit einem Wechsel der Perspektive verbunden“: So beschreibt Thomas Floßdorf sein erstes Jahr als Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Düren. Am Donnerstag stellt sich der 36-Jährige, der seit 2004 im Stadtrat sitzt und den Jugendhilfeausschuss leitet, der Wiederwahl.

Rund 800 Mitglieder könnten theoretisch entscheiden. Aber Thomas Floßdorf weiß, dass auch bei einer Mitgliederversammlung seiner Partei der Mobilisierungsgrad gerade einmal zehn bis 15 Prozent beträgt. Das lässt den 35-Jährigen zu einer wichtigen Erkenntnis kommen: „Wir müssen als Politiker wieder stärker in den Dialog mit den Menschen kommen“, betont er. „Auf gar keinen Fall dürfen wir das Gefühl vermitteln, abgehoben zu sein“.

Über das soziale Internetnetzwerk Facebook hat es Floßdorf bereits versucht. Mit einer eigenen Plattform zu seinen Gedanken „Düren 2028“ hat er versucht, eine Diskussion zu entfachen. Die Resonanz ist überschaubar; auch weil immer nur Einzelaspekte angesprochen werden können. Deshalb sucht Floßdorf verstärkt den direkten Kontakt und steht – wo immer möglich – Rede und Antwort. „Ich beantworte auch jede an mich gerichtete E-Mail“, betont der CDU-Politiker. „Nur so kann man als Politiker Vertrauen gewinnen.“

Floßdorf hat bei seinen unzähligen Gesprächen vor Ort in den vergangenen Monaten schnell gemerkt, dass die Sorgen und Nöte überall verschieden sind: „In Arnoldsweiler spielt natürlich das Thema Containerterminal aktuell die entschiedene Rolle, in Gürzenich ist es der Erhalt der Lebensqualität im Alter, in der Innenstadt das Thema Sicherheit“, nennt er einige Beispiele.

Themen, denen sich die CDU stellen wird. „Wir müssen die Stadtteile stärken, mit Diensten und kreativem Einzelhandel“, nennt Floßdorf zwei Beispiele. Und um das Sicherheitsgefühl zu verbessern denkt er beispielsweise an eine Stadtpolizei aus Reihen des Ordnungsamtes, aber auch an attraktivere Parks, die heute häufig gemieden werden, weil die soziale Kontrolle fehle und die Bürger schlichtweg Angst hätten.

Auch in anderen Bereichen sieht Floßdorf die Stadt vor großen Herausforderungen: „Wir müssen kreativer bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze sein und unbedingt neue Gewerbegebiete ausweisen. Und wir müssen dafür sorgen, dass das soziale Niveau ausgeglichen bleibt, indem wir auch für Besserverdienende attraktiv bleiben.“

Es geht ihm um die Chance, etwas bewegen zu können, für den Bürger, für die Stadt. Deshalb ist er im Nachhinein gar nicht einmal so enttäuscht, dass ihm parteiintern Anfang 2012 ganze 14 Stimmen für die angestrebte Landtagskandidatur gefehlt haben. „Die Erarbeitung eines Positionspapiers wie ‚Düren 2028‘ wäre als Landtagsabgeordneter sicherlich nicht möglich gewesen“, betont der 36-Jährige.

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