CDU sucht Gespräch mit der Opposition

Von: Jörg Abels
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CDU-Fraktionschef Karl-Albert
CDU-Fraktionschef Karl-Albert Eßer. Foto: Abels

Düren. Zwei Wochen nach der abermals gescheiterten Wahl eines Technischen Beigeordneten und dem Platzen der Koalition mit der FDP blickt die CDU-Mehrheit im Dürener Stadtrat nach vorne. Von drohendem Stillstand bis zur Kommunalwahl 2014 will der Fraktionsvorsitzende Karl-Albert Eßer jedoch nichts wissen.

„Der Doppelhaushalt 2012/2013, von dem ich ausgehe, dass er im Stadrat nicht noch einmal in Frage gestellt und von der Aufsichtsbehörde auch genehmigt wird, enthält alle wesentlichen Projekte der kommenden zwei Jahre, die umgesetzt werden können”, verweist Eßer darauf, dass auch die Arbeit in den Ausschüssen weiter gehe und grundsätzliche Fragen ohnehin schon immer im Kreis der Fraktionsvorsitzenden besprochen wurden.

„Nichtsdestotrotz werden wir als stärkste Fraktion jetzt auf SPD, Grüne und auch noch einmal auf die FDP zugehen”, kündigt Eßer Sondierungen an, bei der mögliche Formen der Zusammenarbeit ausgelotet werden sollen. Die CDU-Fraktion hat Eßer am Montagabend mit den Gesprächen beauftragt, an denen auch Bürgermeister Paul Larue und der neue CDU-Stadtverbandsvorsitzende Thomas Floßdorf teilnehmen werden.

„Wir müssen sehen, mit welcher Fraktion wir die meistens Schnittmengen haben”, erklärt Eßer. Ob am Ende eine neue schriftlich fixierte Koalition stehen wird oder eine projektbezogene Zusammenarbeit lässt er offen. Ein erster Zwischenbericht soll der CDU-Fraktion am 18. Juni vorgelegt werden.

Mit Blick auf den 2009 mit der FDP geschlossenen Koalitionsvertrag ist Eßer überzeugt, dass sich die Arbeitsbilanz der CDU sehen lassen kann. Viele der seinerzeit vereinbarten Punkte seien abgearbeitet. Dass vor allem beim wichtigem Thema Stadtentwicklung noch zum Teil dicke Bretter gebohrt werden müssen, will der Fraktionschef nicht verhehlen.

Abweichen will die CDU von ihrem Kurs jedoch nicht, beispielsweise bei der Hoeschplatz-Bebauung, der Umgestaltung der Schützenstraße oder der Nahversorgung in einzelnen Stadtteilen. Bei heiß diskutierten Themen wie der Stadthalle oder dem Beitritt zur Indeland GmbH sei man inhaltlich hingegen gar „nicht wirklich über Kreuz mit der SPD”.

Bei der Suche nach einem neuen Technischen Beigeordneten ist die CDU im Übrigen weiter an einer überparteilichen Lösung interessiert, abseits der bislang diskutierten drei Kandidaten. Für Andreas Ludwig (CDU) und Hans-Christian Lehmann ist das Rennen offenbar ebenso gelaufen wie für den Dürener Udo Klösgen, auch wenn der seine Bewerbung in einem Schreiben an die Fraktionen noch einmal wiederholt hat. Bürgermeister Larue hat die Fraktionsvorsitzenden für die kommende Woche zum Gipfelgespräch geladen.
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