CDU Nideggen: Obladen fordert gemeinsames Handeln

Von: Franz Sistemich
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Bürgermeisterkandidat der Nideggener CDU: Walter Obladen fordert seine Partei

Nideggen. „Das ist das richtige Signal zum richtigen Zeitpunkt!”, konstatierte Rainer Graßmann. Was den Kreistagsabgeordneten erfreute: Die CDU Nideggen geht mit ihrem Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Walter Obladen, als Bürgermeisterkandidat in die Kommunalwahl am 7. Juni.

„Ein gutes Signal”, wiederholte der Christdemokrat aus Abenden auch angesichts der Deutlichkeit des Wahlausgangs: 16:11 entschied Obladen in geheimer Abstimmung nach kurzer Vorstellung der beiden Kandidaten und ohne Aussprache den Delegiertenentscheid in Wollersheim für sich.

Die Favoritin des CDU-Vorstandes, Margit Göckemeyer, verlor bei zwei ungültigen Stimmen doch deutlich. Dass die gemeinsame Kandidatin von SPD, den Unabhängigen und den Grünen nicht auch die Mehrheit der Unions-Delegierten für sich verbuchte, „kann mich nicht weiter umwerfen”, sagte Norbert Klöcker, der Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen, am Dienstag der DZ.

„Ich hatte zwar Signale, dass es günstiger aussehe, aber die CDU hat halt eine andere demokratische Entscheidung getroffen”, respektierte Klöcker das Ergebnis und gab sich optimistisch: „Frau Göckemeyer wird als Bürgermeisterin auch mit der CDU konstruktiv zusammenarbeiten.”

Dass setzt voraus, dass die Leverkusenerin in Diensten der Stadt Solingen Anfang Juni nicht nur mehr Wählerstimmen als Walter Obladen und Einzelbewerber Rolf Rheinbach erhält, sondern auch mehr als Willi Hönscheid.

Der Amtsinhaber bewertete die Entscheidung seiner früheren Partei nicht, äußerte sich auch nicht zu der häufig verbreiteten Ansicht, dass bei drei Gegenkandidaten seine Chancen auf eine Wiederwahl deutlich steigen: „Das wird zwar überall fallen gelassen, aber das letzte Wort hat ja immer noch der Wähler.”

Mit dessen Hilfe will nun Walter Obladen, der vor seiner Wahl gefordert hatte, „Es ist wichtig, dass die CDU als Mehrheitspartei einen eigenen Kandidaten aufstellt und ein starkes Profil zeigt”, der nächste Bürgermeister der Herzogstadt werden: „Wir müssen alles tun, um das Bestmögliche für die CDU herauszuholen”, sagte der Fraktionschef.

Eine Voraussetzung: „Wir müssen ab sofort Geschlossenheit und Stärke zeigen, um bei der Kommunalwahl erfolgreich abzuschneiden.”

Geschlossenheit mahnte auch Bernd Ramakers an. Der CDU-Kreisgeschäftsführer: „Ich hoffe, dass die Risse in der Nideggener CDU sehr schnell gekittet werden können. Denn ab Mittwoch gelte es, gemeinsam zu kämpfen, um nach der Kommunalwahl den Bürgermeister zu stellen und wieder stärkste politische Kraft zu sein.”

Dies wird auch eine Aufgabe des Nideggener CDU-Vorsitzenden Albert Weimbs sein. Der Christdemokrat aus Embken rief auch dazu auf, an einem Strang zu ziehen, „um für die CDU das Bestmögliche herauszuholen.”

Ein Schritt dorthin erfolgt am 9. Februar: Dann treffen sich die Mitglieder des CDU-Vorstandes zu ihrer Sitzung, um das Wollersheimer Votum zu beraten.

„Ich habe den Ausgang so nicht erwartet, aber das Ergebnis ist zu respektieren und bindend für die Partei. Der Vorstand hat das hinzunehmen”, sagte Weimbs.

Ob der Vorstand der CDU in der jetzigen Besetzung in den Kommunalwahlkampf ziehen wird, ist für Weimbs auch ein Ergebnis der Zusammenkunft: „Wenn es Änderungen geben sollte, erwarte ich, dass sie im Vorstand besprochen werden und dass es keine Alleingänge gibt.”

Für den Vorsitzenden, der in seinem Heimatort für die CDU für den Stadtrat kandidieren wird, steht fest: „Ich mache weiter!”

Dies gilt verständlicherweise auch für Margit Göckemeyer, hat sie doch die offizielle Unterstützung von zwei Parteien und einer Wählervereinigung: „Es wird zwar jetzt schwieriger, Willi Hönscheid abzulösen, aber was ist im Leben schon einfach?”

Klar ist für sie: „Mit der Unterstützung von vier politischen Gruppierungen bestünde eine echte Chance, die Zukunft Nideggens positiv zu gestalten.” Die breite Hilfe einer wichtigen Partei fehlt ihr jetzt...
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