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CDU-Kreisverband: Eine Volkspartei sucht neue Mitglieder

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
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Der neue CDU-Kreisvorstand: Dem Vorsitzenden Thomas Rachel (Mitte) stehen Dr. Patricia Peill (3.v.r.), Marco Johnen (2.v.r.), Dr. Ralf Nolten (4.v.r.) und Jürgen Frantzen (2.v.l.) als Stellvertreter zur Seite. Die Geschäfte des Kreisverbandes führt Bernd Ramakers (l.), Schatzmeister ist Stefan Weschke (4.v.l.). Vertreter der Jungen Union im Vorstand ist Armin Großek (r.). Michaela Stier ist die erste Mitgliederbeauftragte. Foto: Stephan Johnen

Kreis Düren. Der CDU-Kreisparteitag wartete mit einer Premiere auf: Die Delegierten wählten Michaela Stier aus Aldenhoven zur ersten Mitgliederbeauftragten des Kreisverbandes. „Wir sind eine starke Volkspartei in der Mitte der Gesellschaft. Und das wollen wir bleiben“, hatte der Kreisvorsitzende Thomas Rachel (MdB) zuvor eine der Aufgaben der Zukunft benannt.

„Wir müssen mehr Mitglieder gewinnen, um der demografischen Herausforderung zu begegnen“, sagte der alte und neue Vorsitzende, der mit 94,9 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt wurde (94 Ja- und 5 Nein-Stimmen). Die Bevölkerung soll auch in der Mitgliederstruktur der Partei „so nah wie möglich“ abgebildet werden. Rachel appellierte an alle Mitglieder, Menschen anzusprechen, in der CDU mitzumachen.

Einer bundesweiten Parteireform folgend, wird es künftig auch in den Stadt- und Gemeindeverbänden Mitgliederbeauftragte geben. Zu den Aufgaben von Michaela Stier gehört es unter anderem, die Auftritte der Partei in den sozialen Medien zu vernetzen und den direkten, unkomplizierten Austausch mit den Mitgliedern zu verbessern. Damit soll die „Kampagnenfähigkeit“ der Partei verbessert werden, es sollen mehr Mitglieder als Helfer gewonnen werden. Ein Patensystem auf Ebene der Stadt- und Gemeindeverbände soll helfen, neue Mitglieder schneller zu integrieren. Die Mitglieder beschlossen auch, beim Kreisparteitag und bei den Aufstellungsversammlungen die Zahl der Delegierten zu erhöhen, um mehr Mitglieder an der Entscheidungsfindung zu beteiligen.

Die 101 Delegierten hatten in der Fabrik für Kultur und Stadtteil in Düren viele Kreuzchen zu machen. Gleich vier stellvertretende Parteivorsitzende mussten gewählt werden. Zur ersten stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Delegierten Dr. Patricia Peil aus Nörvenich (80 Ja-, 17 Nein-Stimmen), zweiter Stellvertreter ist Marco Johnen aus Jülich (85 Ja-, 12 Nein-Stimmen), dritter Stellvertreter Dr. Ralf Nolten aus Kreuzau (74 Ja-, 24 Nein-Stimmen). Jürgen Frantzen, Bürgermeister der Gemeinde Titz, wurde mit 95 Ja- und einer Nein-Stimme zum vierten Stellvertreter gewählt und erhielt das beste Ergebnis des Abends. Schatzmeister des Kreisverbandes ist Stefan Weschke aus Düren (95 Ja-, 5 Nein-Stimmen), Vertreter der Jungen Union im Kreisvorstand ist Armin Großek aus Jülich (94 Ja-, 3 Nein-Stimmen).

Der Landtagsabgeordnete Josef Wirtz, seit 2006 stellvertretender Kreisvorsitzender, hatte im Vorfeld erklärt, nicht mehr zu kandidieren und wurde von Thomas Rachel verabschiedet. Auch Thomas Floßdorf, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Düren, kandidierte nicht mehr. Als Stadtverbandsvorsitzender wird er dem Kreisvorstand als kooptiertes Mitglied angehören.

Mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingsthematik hatte Thomas Rachel in seiner Rede an die CDU-Mitglieder appelliert: „Wir sind gefordert, eine überhitzte Debatte zu versachlichen und zu differenzieren.“ Die NRW-Landesregierung forderte er auf, „endlich aus dem Winterschlaf zu erwachen“ und die den Kommunen gezahlte Flüchtlingspauschale auch der Realität anzupassen.

350 Millionen zu wenig

„Sie ist in NRW um 350 Millionen Euro zu niedrig“, sagte er. Gleichzeitig müssten qualifizierte und qualifizierbare Flüchtlinge in Arbeit gebracht werden. Integration sei das eine, Abschiebung das andere Thema. „Nur wenn Abschiebungen vollzogen werden, können wir uns auf die wirklich Schutzbedürftigen konzentrieren“, forderte er eine Prioritätensetzung.

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