CDA-Tagung: Naumann fordert Verbesserung des Pflegeberufe-Images

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Helmut Rüttgers, Dr. Ralf Nolten, Staatssekretär Karl-Josef Laumann und Hans Joachim Thiem (von links) diskutierten während der Regionalkonferenz der CDU sachlich über Themen der Pflege.
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Düren. Wie können Menschen trotz erheblichen Pflegebedürftigkeit ein würdiges Leben führen und was können Politik und Gesellschaft dazu beitragen? Mit diesen beiden für Millionen Bürger zentralen Fragen beschäftigte sich die Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft auf ihrer Regionalkonferenz.

CDA-Kreisvorsitzender Ralf Nolten, CDU-Landtagskandidat in Düren und Teilen der Eifelregion, begrüßte zu dieser Veranstaltung im Schenkel-Schoeller-Stift in Niederau einen ausgewiesenen Experten begrüßen: den Patientenbeauftragten der Bundesregierung und für Pflege zuständigen Staatssekretär Karl-Josef Laumann.

Er war in Begleitung seines Staatssekretärskollegen Ralf Brauksiepe gekommen. Doch noch viel wichtiger: Viele Mitarbeiter von eingeladenen Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten waren gekommen und diskutierten in der gut gefüllten Aula über zwei Stunden sachorientiert die bestehenden Nöte, die jüngst erfolgten gesetzlichen Verbesserungen und die anstehenden Herausforderungen.

Den thematischen Einstieg nahm Laumann über die Entwicklung bei den Hausärzten. Er sprach sich für eine Landarztquote bei der medizinischen Ausbildung aus. „Wir dürfen nicht nur Krankenhausärzte ausbilden, viele Hausärzte sind um die 60 Jahre, es herrscht Handlungsbedarf.“ Mit Blick auf die Pflege sagte Laumann: „Wie soll häusliche Pflege ohne einen Arzt, der Hausbesuche macht, denn organisiert werden?“.

„Gute Pflege ist nicht nur über mehr professionelle Pflegekräfte zu erreichen. Wir brauchen das Miteinander von Familien, Nachbarschaften, ehrenamtlichen Helfern und professionellen Diensten“, erklärte Laumann und wandte sich auch konkret einer Kernfrage zu: Wie finden wir Menschen, die bereit sind, alte Menschen auch zu pflegen? Seine Antwort: Das Image des Pflegeberufes muss verbessert werden und die Ausbildungskosten dürfen nicht den Auszubildenden aufgebürdet werden.

Um den Berufsstand insgesamt zu stärken, forderte Laumann die Einführung von Pflegekammern. Bei allen gesetzlichen Verbesserungen müsse die Gesellschaft aber auch lernen, vor allem demenzerkrankte, ältere Menschen als Teil der Gesellschaft und als Teil der Öffentlichkeit zu akzeptieren. Seine Ausführungen zum 2. und 3. Pflegestärkungsgesetz wurden zunächst von Hans Joachim Thiem, Leiter des Schenkel-Schoeller-Stifts, und von Helmut Rüttgers, Leiter des Geschwister-Louis-Hauses in Vossenack, kommentiert als Einstieg in die Diskussion.

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