Carsharing mit der Stadt als erstem Nutzer

Von: Jörg Abels
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In Jülich bietet Cambio bereits seit drei Jahren Carsharing an, im Bild ist die Station an der Fachhochschule zu sehen. Foto: Uerlings

Düren. Die Stadt wird auf Antrag der „Ampel“-Koalition mit dem privaten Betreiber Cambio ein Carsharing-System aufbauen. Ein entsprechender Beschluss soll am 20. Oktober im Verkehrs- und Bauausschuss getroffen werden.

„Das ist für Menschen, die im Alltag kein Auto benötigen und nur hin und wieder mal einen Ausflug machen wollen, ein sehr interessantes Angebot“, erklärt Georg Schmitz (Grüne), verkehrspolitischer Sprecher der „Ampel“. Mit Carsharing, der stundenweisen Nutzung eines Pkw bei Bedarf, soll die Verkehrs- und Umweltbelastung in der Innenstadt gesenkt werden. „Durchschnittlich ersetzt jedes Carsharing-Fahrzeug zwischen acht und neun Privatwagen“, erklärt Schmitz. Damit könnte mittel- und langfristig die Zahl der benötigten Parkplätze reduziert werden.

Zum Einstieg soll in Düren eine erste Station mit zwei Fahrzeugen an der Weierstraße eingerichtet werden. Dieser Standort hat sich im Klimaschutzteilkonzept „Klimafreundliche Mobilität“ als ideal herauskristallisiert, zumal die Stadt zur Anschubfinanzierung als Ankermieter auftreten wird.

Das heißt: Städtische Mitarbeiter werden in Zukunft nicht mehr auf die beiden bisher vom Dürener Service Betrieb geleasten Pkw zurückgreifen, sondern die beiden Carsharing-Fahrzeuge für ihre Dienstfahrten nutzen. Sollten die beiden Fahrzeuge vor allem vormittags schnell so ausgelastet sein, dass die Stadt zu kurz käme, wäre denkbar, dass ein drittes Fahrzeug angeschafft wird oder dass die Stadt vormittags ein Nutzungsvorrecht erhält. Nach Berechnung der Verwaltung entstehen der Stadt mit dem neuen Modell keine Mehrkosten, es könnte sogar preiswerter als das bisherig Leasing-Modell sein.

Langfristig will die Firma Cambio im Stadtgebiet fünf Stationen mit 15 Fahrzeugen einrichten – immer vorausgesetzt, das Mietmodell wird vom Bürger angenommen. Georg Schmitz wünscht sich als nächstes eine Station direkt am Bahnhof, um Bahnreisenden ein zusätzliches Mobilitätsangebot machen zu können. Im Gespräch ist auch bereits eine Station am Kreishaus mit einem ähnlichen Anschubmodell wie bei der Stadtverwaltung.

Wenn die Politik grünes Licht gibt, könnte eine Umsetzung in etwa drei Monaten erfolgen. Das Unternehmen Cambio betreibt Carsharing bereits an 350 Stationen in 19 Städten.

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