Kleinhau - Carnicross: Über 200 Teilnehmer bei der zweiten Ausgabe

Carnicross: Über 200 Teilnehmer bei der zweiten Ausgabe

Von: heb
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Ein gutes Team: Mirjam Platzbecker und ihr Hund Gösta. Foto: heb

Kleinhau. Vollsprint hieß es oftmals direkt am Start für die Frauchen und Herrchen. „Gerade bei Jagdhunden kommt der Start oft einer imaginären Hetzjagd gleich“, erklärt die Tierärztin und begeisterte Hundesportlerin Mirjam Platzbecker aus Winden. Sprich: Der Hund spurtet los, und der Mensch muss schauen, wie er hinterherkommt.

Ein Starttempo, das weder Mensch noch Hund auf den Distanzen von 2,5 bis 4,2 Kilometern durchhalten können. „Die Hunde lernen dich aber einzuschätzen“, weiß Platzbecker, „ein gutes Team aus Hund und Mensch merkt, wie fit der andere gerade ist.“ So helfen sich Hündin und Frauchen gegenseitig.

Wenn bei der zweijährigen Hundedame Gösta mal die Puste auszugehen droht, hilft Platzbecker ihr, und auch Gösta merkt, wenn Frauchen mal etwas Motivation auf der Piste braucht.

Mit über 200 anderen Teilnehmer startete das Duo am Wochenende bei der zweiten Ausgabe des CarniX (gesprochen Carnicross) Hürtgenwald, einem Hundesportturnier von Unternehmer Ingo Babbel aus Viersen. Auf der Suche nach einem geeigneten Veranstaltungsort für den Hundesport wurde er vergangenes Jahr auf dem Hürtgenwalder Motocross-Gelände fündig. Für die Zukunft hat er dort noch größere Pläne.

„Auf Sicht wollen wir hier etwa 1000 Teilnehmer an die Anlage locken“, verrät Babbel, der dazu auch vermehrt Mountainbiker und Läufer ohne Hund erreichen will, „die Voraussetzung hier vor Ort sind dafür jedenfalls ideal.“

Carnicross ist ein ursprünglich aus der skandinavischen Schlittenhundezucht stammender Sport, bei dem Hund und Halter gleichzeitig Ausdauer beweisen müssen. Neben den Laufdisziplinen werden die Hunde dabei auch als Zugtiere für Fahrräder und Kickbikes eingesetzt. „Die aktive Szene in Deutschland wächst rasant“, freut sich Babbel, „vor einigen Jahren waren wir noch etwa 100 aktive Turniersportler, heute sind es über Tausend.“

In den Hürtgenwald reisen viele der Sportler mit dem Wohnmobil an, aus ganz Deutschland und den Benelux-Staaten bis hin zu Teilnehmern aus Tschechien und sogar Argentiniern. „Und einige finden die Gegend hier so schön, dass sie schon Häuser suchen“, schmunzelt Babbel.

Mit einem Team aus 40 ehrenamtlichen Helfern behält er die Veranstaltung im Blick. Wenn es auf der Strecke zu Unfällen kommt, stehen sowohl Sanitäter als auch ein Tierarzt bereit. „Die Piste ist für Motorräder gemacht und damit eine echte Herausforderung“, sieht Tierärztin Platzbecker Reiz und Gefahr zugleich, „das Gelände ist nichts für reine Straßenläufer, aber für Trailer ein Paradies.“

Mit Gösta startet sie in der Etappenwertung, einer von zehn Disziplinen, gleich dreimal. Vor allem der Nachtlauf mit Stirnlampe ist dabei ein besonderes Highlight. Aber auch die Gemeinschaft nach dem Cross weiß die Sportlerin zu genießen. „Wir sind mit Sicherheit auch im nächsten Jahr wieder dabei“, ist sich die Tierärztin aus Winden jetzt schon sicher.

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