Düren - Carline Mohr: Von der Lust, viele Geschichten zu erzählen

Carline Mohr: Von der Lust, viele Geschichten zu erzählen

Von: Ursula Weyermann
Letzte Aktualisierung:
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„Küssen kostet extra“, heißt das Buch von Carline Mohr. Foto: Ilse Mohr/Andi Weiland

Düren. „Er läuft und läuft und läuft!“ Unter diesem Titel erscheint der erste Artikel von Carline Mohr. Gerade mit der Schule fertig geworden, machte sie sich für den Zeitungsverlag Aachen auf die Suche nach spannenden Geschichten.

Wir schreiben das Jahr 2003. In Mexiko läuft der letzte Käfer vom Band. Und die junge Geschichtenerzählerin interviewt einen Dürener Käfer-Liebhaber. Das Schreiben soll sie nie wieder loslassen. Jetzt arbeitet sie in einer journalistisch betriebenen Berliner Agentur, der Looping-Group, unter anderem mit Kunden wie Mercedes. „Es geht immer noch um Geschichten“, sagt Carline Mohr, heute 33 Jahre alt. Wo sie sich in 20 Jahren sieht? „Entweder in einer Hundeschule in Brandenburg … oder als Spin-Doctor in der Politik“, so die „Mama“ von Hundedame Rio.

Doch nun zurück zu den Anfängen: Nach den ersten journalistischen Erfahrungen in Düren studiert die gebürtige Kreuzauerin zunächst in Gießen Journalistik, Geschichte und Literatur. Und schreibt für den Gießener Anzeiger. Danach geht sie nach München, beendet dort ihre Magisterarbeit, arbeitet für den Münchner Merkur, Antenne Bayern und die Welt am Sonntag, landet schließlich fest angestellt bei einer PR-Agentur.

Doch der Wunsch „echte Geschichten“ zu schreiben, lässt sie nicht los. Sie will sie es „noch einmal richtig wissen“, bewirbt sich an Journalistenschulen und wird an der Axel-Springer-Journalistenschule angenommen. Sie schreibt für „Die Welt“ und die „Berliner Morgenpost“ über Kultur und Lokales, fertigt Reportagen und Porträts.

Gekonnter Umgang im Netz

Und nebenbei wird als @mohrenpost gebloggt und getwittert. „Geschichten aus dem Alltag … große und kleine Fragen des Lebens. Ich kann gar nicht anders. Ich muss immer schreiben.“ Ihr ungezwungener und gekonnter Umgang mit den Sozialen Medien bringt sie schließlich ins Social Media Team von bild.de, dessen Leitung sie nach anderthalb Jahren übernimmt. Knapp drei Jahre bleibt sie dort. Dann wechselt sie als Chefin vom Dienst Audience Development zu Spiegel Online nach Hamburg.

Ob „Boulevard“ oder „Qualitätsjournalismus“, eine Frage bleibt, so Mohr: „Wie erreichen wir die Menschen mit unseren Inhalten?“ Erreicht hat sie viele Leser mit ihrem Buch „Küssen kostet extra“. Jetzt soll die Story verfilmt werden, eine Produktionsfirma hat sich gemeldet. „Und ich will unbedingt am Drehbuch mitschreiben!“, freut sich Carline Mohr, da ist noch immer diese Euphorie und Leidenschaft. Wie damals, als sie als 18-Jährige die Geschichte über die Igelchen für die Dürener Lokalpresse schrieb.

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