Caritas will Veranstaltungsreihe zu Demenz 2015 fortsetzen

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Düren. „Er ist ein bisschen verwirrt“ – diese Aussage hören die Mitarbeiter des Caritasverbandes Düren-Jülich immer häufiger von Angehörigen, die sich um ihre Liebsten kümmern. Dies ist jedoch meistens das erste Anzeichen für Demenz.

So beginnt ein Leidensweg, der bis zur Persönlichkeitsveränderung führen kann und die Erkrankten vollkommen hilflos macht. Aber nicht nur die Betroffenen leiden, auch die Angehörigen sind mit der Pflege und Betreuung schnell überfordert und werden oft an ihre persönlichen Grenzen getrieben. Deshalb informierte der Caritasverband mit seiner Veranstaltungsreihe „Demenz kann jeden treffen“ über das Krankheitsbild und den Umgang mit Demenz.

Fünf Veranstaltungen

Fünf Veranstaltungen fanden in Kreuzau, Nideggen und Heimbach statt. Insgesamt informierten sich an den Abenden rund 250 Interessierte. „Aufgrund der wieder sehr großen Resonanz plant der Verband eine ähnliche Demenzreihe auch im Nordkreis und in der Mitte“, kündigt Caritas-Vorstand Dirk Hucko an.

Obwohl aktuell in Deutschland etwa 1,5 Millionen Menschen an Demenz erkrankt sind, wird die Krankheit meist verdrängt. Dabei rechnen Experten damit, dass sich die Zahl bis zum Jahr 2050 sogar verdoppelt. In den Einrichtungen des Caritasverbandes Düren-Jülich werden täglich etwa 1800 ältere Menschen betreut – darunter auch viele demenziell veränderte Menschen. Im Kreis Düren sind zurzeit mehr als 4000 Personen über 65 Jahre an Demenz erkrankt.

4000 Betroffene im Kreis

„Unser Konzept der dezentralen Veranstaltungen im Südkreis hat sich bewährt. Dafür spricht nicht nur der große Zuspruch sondern auch die Resonanz während und nach den Veranstaltungen“, sagt Elmar Jendrzey, als Leiter des Caritas-Zentrums Süd für diese Kommunen zuständig. „Wir sehen eine besondere Verantwortung, uns den Sorgen und Problemen derjenigen zu widmen, die unter hoher physischer und psychischer Belastung ihre Angehörigen pflegen“, so Jendrzey.

Die Veranstaltungsreihe „Demenz kann jeden treffen“ führte der Caritasverband in Kooperation mit der Gemeinde Kreuzau, der Stadt Nideggen, dem Verein „Die Jungen Alten Heimbach“, der Stadt Heimbach und der Landesinitiative Demenz-Service Aachen/Eifel durch.

In Vorträgen und Diskussionsrunden informieren Referenten über das Krankheitsbild, zeigen Wege auf, Demenz zu erkennen und damit zu leben, das „Recht auf Eigensinn“ der Betroffenen anzuerkennen und eine partnerschaftliche Beziehung aufzubauen, aber auch über die Möglichkeiten einer Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Außerdem informierten die Experten, wo es Hilfe und finanzielle Unterstützung gibt.

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