Car-Sharing: Im geteilten Auto durch Düren

Von: Anne Wildermann
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Thomas Isecke mietet die Autos des Car-Sharing-Anbieters Cambio bisher nur beruflich als Mitarbeiter der Stadt Düren, kann sich aber gut vorstellen, den Dienst auch privat in Anspruch zu nehmen. Foto Wildermann Foto: Wildermann

Düren. Den neuen Car-Sharing-Service von Cambio in Düren hält Thomas Isecke (54) für eine gute Idee. Der Mitarbeiter der Stadt, der für das Bauamt tätig ist, nutzt die weißen Autos gerne für Außentermine. „Zwei- bis dreimal die Woche buche ich einen Wagen“, sagt er und hält seine Kundenkarte über eine kleine Schaltfläche an der Windschutzscheibe. Das Fahrzeug entriegelt die Türen automatisch.

Privat hat er den Service noch nicht in Anspruch genommen. Doch das sei nur noch eine Frage der Zeit. „Meine Frau und ich überlegen momentan, ob wir unseren Pkw verkaufen und nur noch mit Bussen beziehungsweise mit Cambio fahren“, sagt er, während er über ein Gerät, das einem Taschenrechner ähnlich sieht, einen vierstelligen PIN-Code zur Verifizierung eingibt. Auszubildender Steffen Otto (20) hat auf dem Rücksitz Platz genommen. Beide fahren an diesem Tag nach Gürzenich und Rölsdorf, um sich neu gebaute Straßen anzuschauen.

Noch bevor im September die zwei Autos inklusive einer Station vorgestellt wurden (wir berichteten), hatte sich Isecke schon bei dem Unternehmen registriert. Er ist einer von 50 Neukunden. Insgesamt nutzen bisher 80 Personen das Car-Sharing in Düren. „Jegliche Kosten beispielsweise für Werkstatt, Versicherung, Steuer und Tanken fallen für mich weg. Ein Grund mehr, den Privatwagen abzuschaffen“, sagt er. Nichtsdestotrotz hofft er, dass es künftig mehr Stationen in der Stadt gibt, um noch flexibler zu sein. „Ich wohne in Hoven, da würde sich eine Station fürs Mieten und wieder Abstellen auch prima anbieten“, sagt er.

Als städtischer Mitarbeiter zahlt er einen anderen Tarif (Infokasten), als wenn er als Privatkunde bei Cambio registriert wäre. Sein Arbeitgeber zahlt eine Monatspauschale von zehn Euro. Unabhängig davon, ob die zwei Autos genutzt werden oder nicht. Wenn Isecke dienstlich unterwegs ist, kommen noch 1,40 Euro pro Stunde dazu und 23 Cent pro Kilometer. Den Wagen bucht er über die App des Unternehmens.

Für diese Dienstfahrt hat er zwei Stunden angesetzt, von 10 bis 12 Uhr. Letztlich ist er sogar 45 Minuten früher zurück in Düren. „Mir ist ein gewisser Puffer wichtig. Hin und wieder treffe ich auf meinen Terminen Bürger, die Fragen haben. Die Zeit nehme ich mir dann, um diese zu beantworten“, erzählt er.

Azubi Steffen Otto hat sich noch nicht bei Cambio registriert. „Soweit ich weiß, hat das auch noch kein anderer Auszubildender getan“, sagt er. Aber generell könne er sich vorstellen, dass „auch jüngere Kollegen den Dienst für Außentermine nutzen würden“. Anders sieht es bei Iseckes Kollegen aus. „Die Resonanz ist bisher so lala“, sagt er. Verstehen kann er das nicht. Immerhin spiele beim Car-Sharing auch ein gewisser Umweltaspekt eine Rolle. „Und so schwer ist es wirklich nicht, eine Fahrt zu buchen“, sagt er.

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