„Cappella Villa Duria“: Melodien, die das Leben verschönern

Von: Christoph Hahn
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Mit Walzern und anderen stimmungsvollen Melodien zum Publikumserfolg: Dirigent Johannes Esser und die Orchestermusiker der „Cappella Villa Duria“ bei ihrem Neujahrskonzert im Haus der Stadt in Düren. Foto: Christoph Hahn

Düren. Gut angefangen hat das Jahr 2017 für Dirigent Johannes Esser und die Musiker der „Cappella Villa Duria“ (CVD) auf jeden Fall: Beim Neujahrskonzert im Haus der Stadt in Düren zeigten sich die Künstler von ihrer allerbesten Seite – sehr zur Begeisterung der Zuhörer im voll besetzten Saal.

Und das lag auch an der Vielfalt des Programms: Von ernsten und pathetischen Tönen bis hin zu höchster Walzerseligkeit war bei diesem Konzert alles drin.

Dass Musik wie eine Landschaft wirken kann, wurde bei dem von Dr. Gisela Hagenau moderierten Konzert direkt zu Beginn deutlich: „Die Moldau“ von Bedrich Smetana modellierte Dirigent Johannes Esser wie den Verlauf des Flusses, entlockte dem Orchester das Murmeln eines Baches, um es sich schließlich da zum voluminösen Strömen steigern zu lassen, aus dem sich unter anderem die stolze Prager Burg imposant erhob – das macht bei den Klassikfans Eindruck.

Auf seine Weise gelang das auch dem niederländischen Trompeter Hub Nickel, der durch seine Interpretation des Trompetenkonzerts von Alexander Arutjunjan (1920-2012) gleich mehrere Proben seiner Virtuosität abgab.

Dass dieses Werk der klassischen Moderne sich den Freunden der „Cappella“ so weit öffnete, lag allerdings nicht nur an der überzeugenden Umsetzung durch den Solisten, wenngleich davon eine große, leuchtende Kraft ausging.

Dirigent Esser und seine Mitstreiter verstanden es nämlich auch ihrerseits, durch eine sorgfältige Zeichnung von rhythmischen Strukturen und Klangfarben diesem Trompetenkonzert etwas Freundliches und zugleich auch Zwingendes mitzugeben.

Doch vor allem war Musik an jenem Abend im Haus der Stadt ein Fest. Deutlich wurde das nicht zuletzt bei Edward Elgars berühmten Titel „Land of Hope and Glory“ aus „Pomp and Circumstance“, das die Zuhörer zeitweise sogar mitsummten.

Musik, die vertraut ist, Musik, die die Menschen durch ihr Leben begleitet und es ihnen sogar verschönert – die stand im Mittelpunkt des zweiten Teiles des Konzerts.

Den leiteten das Orchester und sein künstlerischer Leiter mit der sehr melodiefreudig und spritzig dargebotenen Ouvertüre zu Jacques Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterwelt“ ein, um mit „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss (Sohn) ein Hauptwerk aller Neujahrskonzerte schwelgerisch schön darzubieten.

Weitere Polkas, Märsche und Walzer aus Strauss‘ Feder rundeten den Abend dann ab.

Und Jean Baptist Arbans Fantasie und Variationen über „La Carneval de Venise“ vermittelte darüber hinaus auch schon einmal einen angenehmen Vorgeschmack auf die jecke Jahreszeit, die bereits begonnen hat.

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