Lendersdorf - Cappella Villa Duria: „Jauchzet, frohlocket“ mit Bach-Kantaten

Cappella Villa Duria: „Jauchzet, frohlocket“ mit Bach-Kantaten

Von: Georg Neulen
Letzte Aktualisierung:
11476055.jpg
40 Sänger, dazu Streicher, Trompeter, und viele Musiker mehr spielten beim Weihnachtskonzert der Cappella Villa Duria Bachs bekanntes Weihnachtsoratorium.

Lendersdorf. Für die Zuhörer der Kantaten I –III des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach war der helle Kirchenraum von St. Michael Lendersdorf gerade groß genug beim Konzert der Cappella Villa Duria.

Und zugleich bildete die Kirche auch eine passende Atmosphäre für Johannes Essers kammermusikalische Besetzung: 40 Sänger, zwölf exzellente Streicher, sieben ausgesuchte Holzbläser, Schlagwerk, Basso Continuo und über allen drei brillant strahlende Trompeter.

Die vier bewährten Gesangssolisten standen abwechselnd neben dem Dirigenten etwas im Schlagschatten, verdienten aber den Sonderapplaus beim anhaltenden Schlussbeifall: Katharina Bergrath (Sopran), Angelika Farrensteiner (Alt), Jens Lauterbach (Tenor) und Wolfgang Tombeux (Bass).

Der Bachsche Choralton verbreitet an sich schon eine wohlig temperierte Stimmung. Die Textauswahl für Marias Situation mit der Alt-Stimme ist eine geistliche Liebeshymne an das Christkind. „Jauchzet, frohlocket“ hatte der Chor froh und frisch das Motto für alle Menschen angestimmt.

Mit weit tragender Stimme verkündet der als Evangelist am häufigsten hervortretende Tenor die Heilsgeschichte. Der Bass erinnert kraftvoll preisend, welch mächtiger Herr und König in der armseligen Krippe liegt. Den II. Teil beginnt das Orchester pastoral getragen mit der Sinfonia für die Rolle der Hirten.

Die frohe Botschaft erklingt vielstimmig, poetisch anheimelnd und ansteckend. Von der immer wieder ergreifenden Musik darf man einige bedeutsam komponierte Gesänge besonders hervorheben. Die Tenor-Arie ruft die Hirten mit einem jubelnden Flötensolo. Das „Schlafe, mein Liebster“ der Alt-Arie wird nach dem Wortsinn mit beruhigend langen Tönen gehalten. Das sensible Duett von Sopran und Bass „Herr, dein Mitleid“ umspielen Holzbläser, getragen vom Puls der Basslinie.

Die Alt-Arie zu „Maria aber behielt diese Worte“ bestätigt die hervortretende Solo-Violine. Weitere Schluss-Choräle bekräftigen Preis, Lob und Ehrfurcht vor dem großen Ereignis, zu dem die Zuhörer sich am 4. Advent angesprochen fühlten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert