Cappella Villa Duria: Innigkeit und Klangfreude beim Weihnachtskonzert

Von: Georg Neulen
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Kinderchor „SingPause“ trat beim Weihnachtskonzert der Capella Villa Duria zwischen den „Großen“, als Symphonieorchester und Chor auf. Foto: Georg Neulen

Düren. Außer offenbarer Parknot rund um das Haus der Stadt herrschte im voll besetzten Saal glänzende Stimmung beim Programm der Cappella Villa Duria (CVD). Festlich und vielstimmig reihte es sich in die Serie der Weihnachtskonzerte der Region.

Die Ouvertüre zur Oper „Die Zauberflöte“ und charakteristische Teile des Händel-Oratoriums „Der Messias“ waren anspruchsvolle Garanten für adventliche Stimmung und Vorfreude durch Chor und Symphonieorchester der CVD. Klaviersolist Jan Gazdzicki und der Kinderchor der „Singpause“ verzauberten das Publikum darüber hinaus mit der Spannweite von meisterlicher Klassik und kindlich hellen Stimmen.

Dirigent Johannes Esser hatte vom ersten Ton an die sichere Hand, sein Orchester präzise durch Mozarts Ouvertüre zu führen und rhythmisch delikate Akzente zu setzen. Jan Gazdzicki war nach seinem Auftritt 2001 mit Rachmaninows 2. Klavierkonzert als 17-jähriger Stipendiat der Jürgen-Ponto-Stiftung mit Vorschusslorbeeren bedacht worden. Inzwischen ist er durch Auftritte und Auszeichnungen in zahlreichen europäischen Ländern bekannt. Diesem Ruf wurde der jugendlich und schlaksig wirkende Pianist unprätentiös und souverän gerecht.

Nach den längeren Orchestereinleitungen der Allegro-Sätze des Klavierkonzerts Nr. 21, C-Dur KV 467, die den sauberen Streicherklang spüren ließen, setzte Jan Gazdzicki den Mozart-Ton spielerisch leicht und sicher in den Läufen und verhalten zart für die Melodielinien. Dem bekannten Andante-Thema ließ er zusammen mit dem Dirigenten eine ruhige Gespanntheit und eine schöne Balance mit den Holzbläsern. Auch die beiden großen Kadenzen verrieten ein Gefühl für rhythmische Differenzierung und verdienten den großen Beifall der Zuhörer.

Nach der Pause erklang eine in Englisch gesungene Auswahl aus Georg Friedrich Händels Oratorium „The Messiah“, nach der orchestralen „Sinfonia“ folgten Preisgesänge, die der Chor mit seiner wohlartikulierten Sprachkultur darbot. Der „Amen“-Schluss überstrahlte dabei noch den Jubel des „Halleluja“.

Gisela Hagenau, Vorsitzende des Fördervereins der Musikschule, moderierte das Konzert und warb um Unterstützung der Musik-Förderung „SingPause“, für die danach der Kinderchor unter Hans Werner Hüsken selber werben durfte: Bei den Weihnachtsliedern sangen sie die erste Strophe, bevor die Großen ringsum in Chor und Publikum mitsingen durften.

Die Qualität der ausgesuchten Lieder und Weisen schuf im Saal eine Mischung von Sinfonik und Volkstümlichkeit voller Wärme, Innigkeit und Klangfreude zum Mitsingen.

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