Düren - „Cantabile“: Schöne Stimmen begrüßen Frühling

„Cantabile“: Schöne Stimmen begrüßen Frühling

Von: amw
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Andrea Eich leitet seit Jahren den Frauenchor „Cantabile“, zu dessen Konzerten immer viele Menschen kommen. Foto: Anna-Maria Wagner

Düren. Voll wird das „Ühledömche“ in Distelrath eigentlich immer, wenn der Frauenchor „Cantabile“ der Camerata Düren zu einem Konzert einlädt. Am Sonntagabend waren aber so viele Zuhörerinnen und Zuhörer gekommen, dass selbst Chorleiterin Andrea Eich bass erstaunt war.

Die kleine Kapelle mit der einzigartigen Akustik an der Kölner Landstraße platzte schier aus allen Nähten. Mit geöffneten Türen und einem Lautsprecher für Außenübertragung konnten aber alle den frühlingshaften Gesängen lauschen.

Den Winter austreiben

Mit dem Konzert unter dem Titel „Frühling lässt sein blaues Band“ wollten die 18 Sängerinnen den Winter austreiben. Dazu dienten nicht nur wunderschöne Lieder von Schumann, Brahms und anderen, sondern auch Gedichte.

Mit Farben, Tönen und Licht zog Wärme und Freude in die Herzen ein. Den Auftakt machte Sigrid Rösner, die ein eigenes Gedicht zu Gehör brachte. Sie sprach wohl allen aus der Seele, als sie von dem langen, zähen Winter sprach, der nun endlich „vorbei“ ist – so der Titel ihres Gedichts.

Man fühlte nach, wie frei und froh sie bei einem ihrer ersten Spaziergänge in der Frühlingssonne war, die dieses Jahr wirklich lange hat auf sich warten lassen. Leitfaden des gesamten Liederabends, den Andrea Eich zusammen stellte, war Eduard Mörikes Gedicht „Er ist‘s“.

Gleich zwei Vertonungen konnte das Publium erleben: eine verträumte von Hugo Disler und eine spritzigere von Max Reger. „Der Mozart des Kalenders“ so nannte Erich Kästner den Mai – er kommt nun endlich Anfang Juni.

Das Konzert traf den Nerv des Publikums, das genauso wie die Sängerinnen schon zu lange auf den Frühling wartete. Kästner, Uhland und weitere Lyriker ergänzten die Lieder. Sigrid Rösner und Dr. Helene Schallenberg hauchten den Worten Leben ein.

Der 2010 zum Meisterchor im Chorverband NRW ernannte Chor bezauberte mit hoher Professionalität und wunderschönen Stimmen. Am Ende vibrierte die Kappelle an der Kölner Landstra0e förmlich, als Andrea Eich das gesamt Publikum anregte, zusammen mit den Chor-Damen „Es tönen die Lieder“ zu singen.

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