Cannabis-Käufer ausgeraubt

Von: -hp.
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Düren. Vielleicht hätte sich der 22-jährige Dürener eine andere Geburtstagsüberraschung aussuchen sollen. Aber er wollte, so sagte er jedenfalls als Zeuge vor dem Dürener Schöffengericht aus, für die gemeinsame Feier mit Bekannten „etwas zum Kiffen” organisieren.

An einem Nachmittag im September vergangenen Jahres hatte er deshalb telefonisch mit einem 25-Jährigen Kontakt aufgenommen, um wenig später an einem Discounter-Parkplatz an der Kölner Landstraße „Gras” zu kaufen, wie der junge Mann das Suchtmittel Cannabis kurz beschrieb.

Doch die Überraschung fiel dann anders aus als erwartet. Als er nämlich einen 50-Euro-Schein bereithielt, zog der Rauschgift-Dealer plötzlich einen Teleskop-Schlagstock, nahm das Geld an sich und bemerkte nur: „Sorry, Du bist abgezogen worden!” Eigene Versuche, das Geld mit der Hilfe eines Bekannten zurück zu bekommen, schlugen fehl. Das Opfer informierte die Polizei.

So kam ein Strafverfahren wegen schweren Raubes in Gang, bei dem ein 24-jähriger Dürener angeklagt ist. Der aber bestreitet die Tat. Er sei zwar bereit gewesen, die Ware zu liefern, habe aber dem Anrufer gesagt, dass er „einen Kollegen vorbeischicken” werde. Er habe einen Bekannten mit dem Deal beauftragt und sei selbst nur teilweise Zuschauer im Hintergrund und zwar in etwa 50 Metern Entfernung gewesen. Käufer und Verkäufer seien zeitweise hinter einer Mauer verschwunden.

Das Gericht unter Vorsitz von Richter Hans-Georg Wingen war sich schnell einig, dass der Vorfall nur nach Aussagen weiterer Zeugen geklärt werden kann. Dies stellt sich jedoch nicht ganz einfach dar, weil das Opfer weitere Beteiligte nicht konkret namentlich nennen möchte, beziehungsweise angibt, sie nur mit Vornamen zu kennen. Die Hauptverhandlung wurde deshalb unterbrochen, um mit neuen Zeugen am Donnerstag, 22.Juli, um 12 Uhr im Dürener Amtsgericht fortgesetzt zu werden.
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